Beschwerden und Anfragen

Brief an Renate Späth, Ministerialrätin im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in NRW

Frau Späth arbeitet im Referat III-3 im MKULNV. Das Referat ist zuständig für Forstpolitik, Forsthoheit und Naturschutz im Wald (siehe Organisationsplan des MKULNV). Der Brief an Ministerialrätin Späth wurde am 26. März abgeschickt.

Frau Ministerialrätin Späth
Referat III-3 im MKULNV NRW
Schwannstraße 3
40476 Düsseldorf

Herzliche Einladung zu einem Ortstermin im Brinkmannswald

Sehr geehrte Frau Ministerialrätin Späth!
Das Ehepaar Schulz aus Oberhausen hat mir Ihre Email vom 11. März 2014 weitergeleitet. In dieser Mail antworten Sie auf deren Schreiben vom 7. März 2014. Darin weist das Ehepaar Schulz auf einen Verstoß gegen § 44 LFoG im Brinkmannswald in Bottrop hin.

Die Anwohner des Brinkmannswaldes sind bestürzt und traurig wegen der Abholzung „ihres“ schönen alten Buchenwalds. Sie hatten den Wald mit den majestätischen Buchen ins Herz geschlossen. Hier unter dem Kronendach der malerischen alten Riesen konnten sie „Natur pur“ erleben und sich von der Arbeit erholen. Täglich gingen hier Mütter mit ihren Kinderwagen spazieren. Väter führten die Hunde Gassi. Jogger tankten hier frische Luft. Kinder rasten mit ihren Mountainbikes zwischen den Bäumen den Hang herunter. Und Rentner, die mit dem Wald zusammen alt geworden waren, hielten schon am Vormittag im Schatten der Bäume ein kleines Pläuschchen. Der Brinkmannswald war eine Idylle in der Ruhrgebietsstadt Bottrop. Es war eine grüne Oase direkt vor der Haustür. Davon ist nur noch eine Ruine übrig geblieben. Viele Anwohner haben Tränen in den Augen, wenn sie in diesen Tagen ihre alten Riesen gefällt am Boden sehen. Andere Anwohner sind aufgebracht und hilflos und haben die Faust in der Tasche.

Wir, die Anwohner des Brinkmannswaldes, laden Sie hiermit herzlich ein, sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Wir würden Sie sehr gerne hier empfangen und Ihnen von unseren Trauer und Bestürzung erzählen.

Mit freundlichen Grüßen

 

In dem Schreiben nehme ich Bezug auf eine Beschwerde des Ehepaar Schulz, die in der Ripsdörnestraße wohnen und somit direkte Anwohner des Waldes sind. Das Ehepaar Schulz kämpft seit über 20 Jahren für den Erhalt des Waldes (siehe WAZ vom 26.4.1991 „Anwohner sorgt sich um Waldfläche„). Die Beschwerde trägt den Titel „Drohender Verstoß gegen §44 LFoG“ und datiert vom 7. März 2014. Die Antwort der Ministerialrätin erfolgte am 11. März 2014 und ist überschrieben mit: „Ihre Eingabe zu den Holzeinschlagsmaßnahmen vom 7.3.2014„.

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