Förster Herber sorgt für frischen Wind im Brinkmannswald

„Wir sollten mehr darauf vertrauen, dass die Natur ihren Weg geht.“ (Markus Herber)

 

Einleitung

Lebensart-Regional“  ist eine werbefinanzierte Zeitschrift, die in Bottrop-Grafenwald und  Kirchhellen viel gelesen wird. Am 11. Oktober 2012 erschien dort ein Bericht der Redakteurin Julia Schmidt über Förster Markus Herber. Der Titel lautete: Ein frischer Wind. Der Bericht ist ein Musterbeispiel dafür, dass die meisten Zeitungsredaktionen sich bereitwillig zum Sprachrohr der Forstämter machen. Obwohl der Text durchblicken läßt, dass es „skeptische Spaziergänger“ gibt, die „kein Verständnis für Holzfällungen zeigen“, ergreift die Redakteurin Schmidt einseitig die Partei von „Waldexperte“ Herber. Hätte Herber behauptet, im dunklen Wald hausen Hexen und fressen kleine Kinder – Schmidt hätte vermutlich auch das abgedruckt.

Alle folgenden Sätze sind Zitate der Zeitschrift. Kursiv gedruckte Sätze sind Originalzitate von Markus Herber. Die Fotos entstanden am 11. Juni 2014 anlässlich eines Ortstermins des BUND-Bottrop im Brinkmannswald.

 

Waldpflege macht den Wald gesund

Waldpflege macht den Wald auf Dauer gesünder. Die Bäume, die gefällt werden, sind krank und müssen den vitaleren Bäumen weichen. Die gesunden Bäume bekommen mehr Platz und werden eine breitere Krone und mehr Stammmasse entwickeln. Wo einst kranke Bäume standen, wachsen nun kleine Eichen und Buchen heran. Denn durch die Baumfällung wurde das Baumkronendach ordentlich gelichtet und wo mehr Licht ist, kann auch endlich wieder etwas wachsen.

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Der Schutz des Waldes steht an erster Stelle

Die Menschen glauben, der Wald werde aus Profitgier abgeholzt. Aber für jeden Förster steht der Schutz des Waldes an erster Stelle. Es wird generell nie mehr abgeholzt als nachwächst. Denn ein Förster ist dem Natur- und Artenschutz verpflichtet. Totholzbäume mit Spechtlöchern bleiben grundsätzlich stehen.

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Der Wald war zu dunkel

Der Wald war schlicht zu dunkel. Es wurde jahrelang kaum etwas in die Waldpflege investiert, man hat den Wald jahrelang sich selbst überlassen, ein gesunder Mischwald war es damals jedenfalls nicht. Die meisten Waldbesucher kennen nur den dunklen Wald mit dichtem Baumbestand und müssen sich langsam daran gewöhnen, dass mit der Verjüngung des Waldes ein Prozess der Gesundung stattfindet, der Tieren, Menschen und auch dem Klima nicht schadet. Im Gegenteil: der Wald wird robuster und für kommende Generationen zukunftsfähig gemacht.

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