Zerstörung des Brinkmannswaldes

„Städtische Bevölkerungen haben einen großen Wunsch nach intakter Natur, in der sie sich bewegen und erholen wollen.“
Martin Levin, Forstamtsleiter des Göttinger Stadtwalds1

Einleitung

Der Brinkmannswald ist 160 Jahre alt gewesen. Er hat den Bombenhagel des 2. Weltkriegs überstanden. Auch die Orkane Vivien, Wiebke und Kyrill haben ihn nicht umgeworfen. Zerstört wurde der Wald 2014 durch die so genannten „Waldpflegemaßnahmen“, die der Eigentümer Heinrich Becker2 durch die Firma Baumgartner nach den Anweisungen von Förster Markus Herber von Wald-und-Holz-NRW hat durchführen lassen.

Die Zerstörung dieses Buchenwaldes ist nicht nur skandalös, sie ist auch lehrreich. Denn sie ist ein Lehrbeispiel dafür,

  1. mit welcher Aggressivität heutzutage Wälder verwüstet werden und wie wirkungslos die Naturschutzgesetzgebung ist,
  2. wie Förster argumentieren und die Öffentlichkeit manipulieren,
  3. wie hilflos Anwohner und auch örtliche Naturschutzverbände (BUND und NABU) sind und wie traditionelle Formen des bürgerlichen Protests (Leserbriefe, Zeitungsartikel, Protestbriefe, Lokalfernsehen etc. pp.) wirkungslos bleiben.

Die folgende Artikelserie hatte für mich erhebliche gerichtliche und auch disziplinarrechtliche Konsequenzen. Andreas Wiebe, Leiter von Wald-und-Holz-NRW, stellte eine Strafanzeige und eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen mich wegen Schmähkritik und Förster Markus Herber klagte in einem Zivilverfahren auf Unterlassung. Ich dokumentiere die Verfahren ausführlich hier: Schmähkritik.

WDR-Lokalzeit-Ruhr berichtet am 22. Februar 2014

Der dreiminütige Bericht bietet einen guten Einstieg in das Thema:

 

Überblick über den Brinkmannswald

Zur besseren Übersichtlichkeit unterteile ich den ungefähr 10 ha großen Buchenwald in drei Teile:

  1. den Teil nördlich des Waldstadions Rothebusch (rot),
  2. den mittleren Teil (blau) und
  3. den Teil zwischen Schrülkampweg und Eisenbahnlinie (gelb).

Brinkmann_KarteQuelle: Google Maps

 

Inhaltsverzeichnis

Meine Dokumentation ist gegliedert in folgende einzelne Webseiten:

 

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  1. Martin Levin, Drei auf einen Streich – Das Prozessschutzkonzept, in: Wald – Politische Spielräume zwischen Baum und Borke, Politische Ökologie, Heft 132 (März 2013, 31. Jahrgang), S. 109 []
  2. Zur Verwicklung von Heinrich Becker in einen großen Müllskandal siehe: Bei Nacht zum Schacht, Spiegel 48/2011, S. 75 []