Sommerdurchforstung auf Halde Haniel

Gespräch mit Förster Husmann

Am Mittwoch, den 4. Juni 2014, sprach ich den Waldarbeiter der Firma Ten Bulte Rondhout an, der gerade nach Hause fahren wollte. Er führe nur die Aufträge der Haus Vogelsang GmbH aus. Als ich im Wald verschwand, um zu fotografieren, sah ich, dass er telefonierte. Ich fürchtete schon, dass er die Polizei anrief: Unerlaubtes Fotografieren von Forstarbeiten im Privatwald. Was weiß ich? Aber als ich nach einer dreiviertel Stunde zurückkam, kam er zu mir und gab mir ganz freundlich die Telefonnummer von Förster Markus Husmann.

Am Donnerstag, den 5. Juni 2014, führte ich dann ein kurzes Telefonat mit ihm. Ja, die Rückegassen habe er ausgezeichnet, ebenso wie die zur Fällung vorgesehenen Bäume. Die Rückegassen hätten einen Abstand von 20 m. An einigen Stellen habe es sich nicht vermeiden lassen, dass der Abstand geringer sei. Mein Frage, warum er mitten in der Brutsaison die Fällarbeiten anordne, verstand er nicht. Es handele sich um eine „ganz normale Sommerdurchforstung“. Ursprünglich habe man die Arbeiten im Winter durchführen wollen. Aber es gab keinen Frost und der Boden sei im Winter so feucht gewesen, dass der Harvester dann im Matsch versunken wäre. Das Holz werde als Industrieholz verkauft. Nein, eine Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde brauche er nicht.

Fast mochte man den Eindruck gewinnen, Husmann würde zum ersten Mal in seinem Berufsleben mit einem Kritiker seiner waldbaulichen Methoden sprechen. Interessiert notierte er sich die Adresse meiner Webseite.

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