Sommerdurchforstung auf Halde Haniel

Eingesetzte Forstmaschinen

Zum Einsatz kam ein Harvester der schwedischen Firma Eco Log vom Typ 590 C. Die „hochprofitable Holzerntemaschine“ zählt zu den „weltgrößten Radharvestern“ (siehe Eco Log 590 C). Sie wiegt 21 Tonnen. Die „komfortable“ Fahrerkabine ist vollklimatisiert und hat einen CD-Player: „beste Voraussetzungen für hohe Fahrerleistungen an langen Arbeitstagen“. Die gesamte Holzernte benötigt nur eine einzige Arbeitskraft. „Ein Harvester sägt so schnell wie zwölf Waldarbeiter.“ (Peter Wohlleben, Der Wald – ein Nachruf, S. 72) Die Maschine war für ihren Einsatz in dem Wäldchen mit höchsten 25 cm dicken Bäumchen völlig überdimensioniert: „die erste Wahl für Produktivität und Rentabilität“ ist nämlich für „wirklich starkes Holz“ konstruiert. Und unter Starkholz verstehen Förster Bäume mit einem Durchmesser über 50 cm.

 

Abtransportiert wurden die Stämmchen mit einem Forwarder von der finnischen Firma Ponsse, der laut Webseite „besten Freundin des Holzfällers“. Auch der Forwarder vom Typ Elk mit 8 Rädern war für die wenigen dünnen Stämmchen in grotesker Weise überdimensioniert: Er ist der „produktivste Rückezug seiner Größenklasse“. Selbst 17,4 Tonnen schwer kann der „kompromisslose Tragschlepper“ „extrem schwere Lasten“ von bis zu 13 Tonnen Holz transportieren. Das bedeutet, dass der Boden dann von insgesamt 30 Tonnen plattgewalzt wird.

 

Die Verwüstung des kleinen Erlenbruchwalds war sozusagen ein nordeuropäisches Gemeinschaftsprojekt, bei dem Deutsche, Niederländer, Finnen und Schweden zusammenwirken.

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