Gruselige Zahlen aus der Holzrohstoffbilanz

2. Verwendung des Holzrohstoffes

Holz wird einerseits energetisch, andererseits stofflich verwendet.

2. A. Verwendung – Stoffliche Nutzung

Die stoffliche Nutzung unterteilt Mantau in vier Gruppen:

  • Sägeindustrie. Bei Sägeindustrie denkt man vielleicht an kleine Sägewerke in einem idyllischen Schwarzwaldtal. Dabei geben mittlerweile wenige multinationale Konzerne wie Pollmeier den Ton an. Das riesige Stammwerk in Creuzburg verarbeitet bis zu 325.000 Fm Laubholz im Jahr. Das Nasslager für 160.000 Fm Buchenholz ist 9 ha groß. In Bayern erwirtschafteten 2008 weniger als 10 % der Unternehmen mehr als 80 % des Gesamtumsatzes.1
  • Holzwerkstoffe. Dazu zählen alle Holzprodukte, bei denen das Holz zuvor in kleine Späne zerkleinert und anschließend wieder zusammengefügt wird; also beispielsweise Spanplatten für Möbel. Wikipedia zählt eine große Fülle von Holzwerkstoffen auf.
  • Holzschliff und Zellstoff. Holzschliff ist eine bestimmte Sorte Holzstoff und wird z. B. als Zeitungspapier verwendet. Es enthält im Gegensatz zu Zellstoff, der für höherwertiges Papier verwendet wird, große Anteile an Lignin.
  • Die sonstige stoffliche Nutzung. Mantau zählt dazu u. a. die Nutzung als Sperr- und Furnierholz und die stoffliche Rindenverwertung. Die meiste Rinde wird verbrannt, den Rest nutzen z. B. Hersteller von Rindenmulch. Die Rinde mitsamt ihren Pflanzennährstoffen verbleibt nicht im Wald, sie landet im Garten oder Ofen.2

2010 wurden 67,1 Millionen Fm stofflich genutzt. Das ist ungefähr eine Verdoppelung seit 1987.

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  1. siehe Manuela Wolf und Herbert Borchert, Die wirtschaftliche Entwicklung in der Sägeindustrie; in LWF aktuell 77 / 2010, S. 5 []
  2. Holzrohstoffbilanz, S. 31 []