Greenpeace hilft keinem Schwein

Greenpeace und der Lidl-Haltungskompass

Der Lidl-Haltungskompass ist so kompliziert, dass selbst der „Greenpeace-Expertin“ Töwe ein Fehler unterläuft:

„Stufe 1 meint Stallhaltung nach gesetzlichem Standard, Stufe 2 bezeichnet „Stallhaltung Plus“, das entspricht den Anforderungen der „Initative [sic!] Tierwohl“. Bei Stufe 3 erhalten die Tiere Auslauf; darunter fallen zum Beispiel Fleischprodukte mit dem Siegel des Deutschen Tierschutzbundes, in Einstiegs- und Premiumsstufe [sic!]. Stufe 4 ist dann Bio.“1

Die Stufe 3 „Auslauf“ ist falsch beschrieben: Die Einstiegsstufe des Deutschen Tierschutzbundes enthält gerade keinen Auslauf:

Töwe verwickelt sich in einen Widerspruch nach dem anderen:

„Es ist das erklärte Ziel, dass es langfristig kein Fleisch mehr mit Stufe 1, dem gesetzlichen Mindeststandard, im Laden gibt.“

Warum feiert Greenpeace die Einführung der Stufe 1 als „Erfolg“, wenn Stufe 1 nichts anderes ist als der gesetzliche Mindeststandard? Und dieser Standard ist offenbar auch noch so schlecht, dass er „langfristig“ abgeschafft werden soll! Die Verbesserung des Mindeststandards wäre ein Erfolg gewesen, aber doch nicht die Kennzeichnung als Stufe 1! Es kommt noch schlimmer – auch Stufe 2 taugt nichts:

„Die Stufe 2, mit der Lidl Fleisch aus der Initiative Tierwohl kennzeichnet, reicht uns aus Tierschutzsicht nicht aus. Auch dort werden die Tiere nicht viel besser gehalten als beim Mindeststandard.“

Warum lobt Greenpeace die Einführung von Stufe 2 als „grandios“, wenn diese „aus Tierschutzsicht“ nicht ausreicht, also mangelhaft ist?

„Wir können Verbrauchern nur empfehlen, zu Produkten mit 3 oder 4 zu greifen!“

Aber Stufe 4 gibt es ja schon seit Jahren! Warum empfiehlt man den Verbrauchern zusätzlich die Stufe 3, die ja schlechter ist als Stufe 4?

Nach oben
Zurück zur Einleitung
Nächste Seite: Greenpeace hilft keinem Schwein

  1. „Wir werden genau hingucken“ []