Greenpeace hilft keinem Schwein

Misserfolg der staatlichen Bio-Siegel

Die von Greenpeace geforderte „Transparenz“ ist längst da. Bio-Fleisch ist bei Lidl – wie bei allen Discountern – klar und deutlich mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet:

350 g Bio-Hackfleisch von Lidl für 3,25 €

400 g Bio-Rindergulasch von Lidl für 4,59 €

Das deutsche staatliche Bio-Siegel gibt es seit 2001.

Bio-Siegel-EG-Öko-VO-Deutschland

Das europäische Bio-Siegel existiert seit 2010.

Organic-Logo

Beide Siegel sind vollkommen wirkungslos. Die Verbraucherorganisation Foodwatch – dessen Gründer Thilo Bode ironischerweise ein ehemaliger Geschäftsführer bei Greenpeace war – präsentiert die niederschmetternden Zahlen:

„Bio-Produkte machen lediglich 4,8 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes in Deutschland aus (2015). […] Bei Fleisch ist der Bio-Anteil noch geringer: 2016 lag er bei Geflügel bei 1,4 Prozent, bei Rotfleisch (Schwein, Rind, Lamm, Schaf und Kalb) bei 1,8 Prozent und bei Fleisch- und Wurstwaren sogar nur bei 1,2 Prozent.“

Die Zahlen stammen aus dem Bericht vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) für das Jahr 2017. 2018 sieht es nicht besser aus:

Man lasse sich von den blauen und hellgrünen Balken nicht täuschen: Es sind die dunkelgrünen Balken, die wichtig sind. Sie sind es, die den Bio-Anteil von Rotfleisch an der Gesamt-Verkaufsmenge im Jahr 2017 angeben. Für Rotfleisch lag er deutlich unter 2,5 %. Ähnlich gruselig ist die Entwicklung der Bio-Anteile an der gesamten tierischen Produktion in den Jahren 2011 – 2016:

Beim Schweinefleisch sind die Balken fast nicht sichtbar.

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