Greenpeace hilft keinem Schwein

Pseudotransparenz statt Verbot

Liest man die unzähligen PR-Meldungen über „Erfolg“ auf Twitter, Facebook und der Greenpeace-Homepage könnte man tatsächlich irrtümlicherweise annehmen, dass Lidl das Tierleid der Schweine beendet und die „die teils unwürdigen Haltungsbedingungen“1 und die „qualvolle Stallhaltung“ abschafft. Aber das ist nicht der Fall. Schaut man genauer hin, dann sieht der Erfolg“ laut Töwe nämlich so aus:

„Lidl startet eine Transparenzinitiative, die sich sehen lassen kann. Der Lebensmitteldiscounter hat [..] angekündigt, das gesamte Frischfleisch […] mit einer 4-stufigen Haltungskennzeichnung […] zu versehen.“2

Lidl findet die „Haltungskennzeichnung“ genauso großartig wie Greenpeace:

Diese „Transparenzinitiative“ ist für Töwe „ein großer Schritt in die richtige Richtung“. Denn:

„Endlich können Verbraucher bewusst wählen, weil sie wissen, wie die Tiere gehalten wurden.“3

Das war „eine der Kernforderungen der Greenpeace-Kampagne“: nicht etwa ein gesetzliches Verbot der Massentierhaltung, sondern ein „Haltungskompass“ und „mehr Transparenz“. Typisch ist die Forderung an die Bundesregierung:

„Die nächste Bundesregierung muss endlich auf den Wunsch der Verbraucher nach mehr Transparenz und besserer Tierhaltung reagieren und eine Kennzeichnungspflicht auflegen. Andernfalls droht ein unübersichtlicher Label-Dschungel, in dem Verbraucher leicht getäuscht werden können. “4

Statt staatlicher Gesetze für eine verbesserte Tierhaltung wird eine „Kennzeichnungspflicht“ gefordert.

Nach oben
Zurück zur Einleitung
Nächste Seite: Misserfolg der staatlichen Bio-Siegel

  1. „Wir werden genau hingucken“, Untertitel Bild 5 []
  2. „Wir werden genau hingucken“ []
  3. ebd. []
  4. ebd., Hervorhebung von F.-J. A. []