Greenpeace – der Discounter für ein gutes Gewissen

581.500 Fördermitglieder und 4.500 Ehrenamtliche

Das dunkle Gefühl, dass „unsere Umwelt und Zukunft zerstört wird“, haben vermutlich sehr viele Menschen. Wahrscheinlich deprimiert sie manchmal auch das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht. Zusätzlich leiden sie unter der Hektik des Alltags, beruflichem Stress und chronischem Zeitmangel.

Die geniale Verkaufsidee von Greenpeace ist, dass man für das „wunderbare Gefühl“ gar nichts tun muss außer „online [zu] spenden“ oder „Fördermitglied [zu] werden“. Richtig mitarbeiten in einer der rund 100 Ortsgruppen muss man gar nicht. Und von den 585.997 Kunden machen es auch 581.500 nicht.1

Gleichwohl sind die 4.500 Ehrenamtlichen, die sich engagieren, sehr wichtig für den Konzern. Denn sie führen die medienwirksamen Protestaktionen vor Ort durch. Gesteuert werden diese Aktionen von der Konzernzentrale aus. Dazu werden die Ortsgruppen mit einheitlichen Schildern, Plakaten, Transparenten, T-Shirts, Jacken und Informationsmaterial ausgestattet. Und es sind diese Protestaktionen, die zu Ergebnissen führen, die dann von der PR-Abteilung des Konzerns als „Erfolge“ vermarktet werden. „Aktionen“ und „Erfolge“ sind es, die den Kunden das gute Gewissen verschaffen.

Nicht nur Lidl ist ein Discounter, sondern auch Greenpeace. Auch seine Ware ist für einen Massenmarkt gemacht und wird von über einer halben Million Kunden gekauft. Denn sie ist billig: das „wunderbare Gefühl“ des guten Gewissens gibt es für weniger als 100 € und man muss nichts dafür tun. Die „Aktionen“ machen die wenigen „Aktivisten“ und „Ehrenamtlichen“ stellvertretend für die Kunden:

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  1. siehe Greenpeace-Gruppen []