Kritik an den Protesten im Hambacher Forst – die Postwachstumsökonomie von Niko Paech

„Wenn der Niederrheiner mal ausnahmsweise etwas weiß, dann weiß er dat aber auch ganz fest bis an sein Lebensende, bis in alle Ewigkeit. Auch wenn et gar nich stimmt. Un meistens stimmt et nich.“
Hans-Dieter Hüsch1

Einleitung

Um Eines vorweg klarzustellen: Niko Paech ist kein Niederrheiner. Und er ist gegen die Abholzung des Hambacher Forstes und für den Kohleausstieg. Aber anders als die Träger der Demonstration Wald retten – Kohle stoppen am 6.10.2018 hält er die Energiewende für gescheitert. Und wenn die Träger der Demonstration so wie Niko Paech zum „Rückbau von 50 Prozent aller Autobahnen und 75 Prozent aller Flughäfen“2 aufgerufen hätten, um aus der Kohle aussteigen und den Hambacher Forst retten zu können, wäre die Gruppe der Demonstranten sehr überschaubar gewesen.

Mein Artikel ist gegliedert in folgende Kapitel:

Danksagung

Ich bedanke mich bei Prof. Paech für die wertvollen Hinweise, die er mir in E-Mails gegeben hat.

Die gescheiterte Energiewende

Im Aufruf zur Großdemonstration am 6.10.2018 im Hambacher Forst hieß es:

„Nur wenn wir jetzt schnell handeln, lässt sich eine weltweite Klimakatastrophe noch aufhalten. Und das heißt in Deutschland zuallererst: die dreckigsten Kohlemeiler jetzt abschalten und bis 2030 schrittweise aus der Verbrennung der Kohle aussteigen. Und die erneuerbaren Energien konsequent weiter ausbauen3

Und auf der Homepage des BUND, der einer der Träger der Demonstration war, lesen wir dazu:

„Für den BUND ist der weitere ökologisch verträgliche Ausbau der erneuerbaren Energien von zentraler Bedeutung für die künftige Energieversorgung. Nur, wenn die Erneuerbaren möglichst schnell einen großen Teil unserer Stromversorgung übernehmen, können wir auf …

  1. siehe Hans-Dieter Hüsch – Gesammelte Wahrheiten []
  2. siehe „Grünes Wachstum“ gibt es nicht – Interview mit Niko Paech, Süddeutsche Zeitung vom 17.1.2014 []
  3. siehe Wald retten – Kohle stoppen!, Hervorhebungen von F.-J. A. []