Der Hambacher Forst als grünes Deckmäntelchen

„Der Niederrheiner ist überhaupt zu allem unfähig. […] Wenn man ihm etwas erklärt, versteht er nichts, sagt aber dauernd: Is doch logisch.“
Hans-Dieter Hüsch1

Einleitung

Waldschützer haben den Protest immer falsch interpretiert: Es ging überhaupt nicht um den Wald, es ging um Braunkohle, Kohle-Ausstieg, Klima-Schutz und Energiewende. Der Schutz des Hambacher Forsts war immer nur vorgeschoben, er war Mittel zum Zweck. Der Schutz des Waldes war nur ein Vorwand, ein grünes Deckmäntelchen.

Ich möchte dies in mehreren Argumenten begründen. Dazu müssen Sie vorab wissen, dass der Hambacher Forst ein Eichenwald ist. In einem ersten Schritt werde ich ausführlich auf eine Studie der Naturwaldakademie eingehen, die belegt, dass nicht nur der Hambacher Forst, sondern alle Eichenwälder in ganz Deutschland stark bedroht sind. Sie sind so sehr bedroht, das es einem der führenden Experten für Eichenwälder in Deutschland, dem Forstamtsleiter Knut Sturm aus Lübeck, „eiskalt den Rücken“ herunter läuft. In einem zweiten Schritt werde ich zeigen, dass der Hambacher Forst bei den Aufrufen zur Großdemonstration nur eine untergeordnete Rolle spielt. In einem dritten Schritt gehe ich auf die sozialen Medien ein: auf Twitter und Facebook werden Fake News verbreitet. Im vierten Schritt zeige ich, dass im Fernsehen, aber auch in Tageszeitungen und Zeitschriften nur sehr wenige und oberflächliche und sogar falsche Informationen über den Wald verbreitet werden. Als letztes stelle ich Ihnen eine Veröffentlichung vor aus dem Jahr 2011 in der Zeitschrift Nationalpark. Der Artikel heißt Requiem für ein Maiglöckchen. Requiem heißt Totenmesse. Noch 2011 hatte der Autor nicht den geringsten Zweifel daran, dass der Hambacher Forst zum Untergang verurteilt sei und sich niemand darum kümmere. Wohlgemerkt: Noch 2011 kümmerte sich niemand um den Hambacher Forst.

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  1. siehe Hans-Dieter Hüsch – Gesammelte Wahrheiten []