Das Fiasko der Umweltschutzorganisationen beim Altpapier

Schluss – Gründe für ein staatliches Verbot von Frischfaserpapier

Ein Sprichwort lautet: „If you find yourself in a hole, stop digging“. Es ist hohe Zeit für die Umweltschutzorganisationen dieses Law of holes zu berücksichtigen. Sie haben lange genug im Loch der rückläufigen Altpapiereinsatzquote gesessen. Schon im Jahr 2000 – also vor fast 20 Jahren – titelte die WELT: Recycling-Papier – „Blauer Engel“ mit lahmen Flügeln. Und schon damals jammerten Klaus Müller (Umweltminister von Schleswig-Holstein), Barbara Maué („Papierexpertin“ vom NABU) und Martin Kaiser (Greenpeace-Sprecher) um die Wette. Seitdem haben die Organisationen mit einer Kampagne nach der anderen immer nur tiefer gegraben. Sollten sie meinen, nicht genügend überzeugende Gründe für ein staatliches Verbot von Frischfaserpapier zu haben, brauchen sie nur ihre alten Informationsbroschüren zu lesen oder die Informationstexte auf den Recyclingpackungen:

Das Schlusswort überlasse ich Kathrin Hartmann und ihrem fabelhaften Buch Ende der Märchenstunde:

„Wer sich umständlich ausrechnet, ob der deutsche Apfel im Kühlhaus oder der neuseeländische die bessere CO2-Bilanz hat, oder ob es umweltfreundlicher ist, Papier zum Händetrocknen zu benutzen oder ein Baumwollhandtuch – der verschwendet nur Zeit und Energie, die man für die wichtigen Dinge einsetzen könnte. So dass künftig alle einkaufen können, ohne darüber nachdenken zu müssen, weil der Handel und die Herstellung tatsächlich und grundsätzlich […] umweltfreundlich sind. Weil Gesetze […] Umweltzerstörung unter Strafe verbieten.“

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