Ein freundlicher Förster

Die 5. Etappe des Weserbergland-Wegs führte uns in das Revier von Förster Metje. Er ist Revierleiter im Forstamt Neuhaus der Niedersächsischen Landesforsten. Über die Schlammwüsten in einem Fichtenforst war ich entsetzt.

Die Antwort von Herrn Metje hat mich positiv überrascht und ich habe mich sehr gefreut. Hier geht es zu meinem Artikel: Pures Naturerlebnis im Naturpark Solling-Vogler.

Framing in der Forstwirtschaft

Elisabeth Wehling ist Wissenschaftlerin an der Universität Berkeley in Kalifornien. Sie untersucht, wie unser Denken und Handeln durch Sprache gesteuert wird und wie wir durch einfache Worte verführt und manipuliert werden.

MJK39817 Elisabeth Wehling (republica 17) crop.jpg
By Martin J. Kraft – Own work, CC BY-SA 3.0, Link

Während die deutschen Zeitungen sich noch über Donald Trump lustig machten, hat sie seinen Wahlsieg richtig vorhergesagt und sie kann erklären, wie Trump und sein Team die Wähler ganz gezielt mit den richtigen Slogans manipuliert haben. Das Wort „Fake-News“ ist z. B. eine Erfindung Donald Trumps. Weiterlesen

Frede und die Blockhalden

Liest man die Begründung von Achim Frede für den Kahlschlag am Wüstegarten, dann kann man auf die Idee kommen, der Wüstegarten sei kein Berg im hessischen Mittelgebirge, sondern in den bayerischen Alpen. Da ist von „Quarzitklippen“, einem „Berg-Grat“, „Felsen“, „extremen, gehölzarmen Felsgrat-Partien“ und „Blockhalden“ die Rede.

Im vierten Kapitel über den Kahlschlag am Wüstegarten widme ich mich den Blockhalden. Ich habe nur eine gefunden und die ist 20 m2 groß: Frede und die Blockhalden.

Frede und der Biotopkomplex

Achim Frede ist fachlicher Leiter des Naturschutzgroßprojekts Kellerwald, Abteilungsleiter im Nationalpark Kellerwald-Edersee und Diplom-Biologe. Glaubt man ihm, dann ist der 675 m hohe Wüstegarten eine wahre Schatztruhe. Denn dort gibt es „Sauerhumusrasen“, „Borstgrasrasen“, „Kryptogamenfluren“, „Quellmoore“, „Niedermoore“, „Zwischenmoore“, „Gebirgsbäche“ und und und. Frede kommt auf nicht weniger als 11 Biotope, die dort angeblich einen „Komplex“ bilden. Dieser ist so ungemein „wertvoll“ , dass man dafür gleich 5,1 ha Fichtenwälder kahlschlagen muss. Das „Vorkommen seltener, spezialisierter und arealgeografisch interessanter Biozönosen“ rechtfertigt einen Kahlschlag allemal.

Fingerhut-Schlaggesellschaft (Epilobio-Digitalietum purpureae) auf dem Kahlschlag am Wüstegarten (Roter Fingerhut, Wald-Greiskraut und Draht-Schmiele)

Mich überzeugt die Erzählung Fredes über sein „Naturschutzprojekt“ nicht. Meine Zweifel fangen damit an, dass er Biotope aufzählt, die es am Wüstegarten selbst in den offiziellen Dokumenten des Naturschutzgroßprojekts gar nicht gibt, und dass selbst die Biotope, die es dort tatsächlich gibt, nur winzig klein sind. Lesen Sie hier das dritte Kapitel meines Artikels Antrag auf Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede: Frede und der Biotopkomplex.

Antrag für den Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede

Ich habe bislang fünf Artikel über den Kahlschlag am Wüstegarten geschrieben. Das Forstamt Jesberg konnte dort nicht einfach 5,1 ha Fichtenwälder kahlschlagen. Das verbietet das Hessische Waldgesetz. Es musste einen förmlichen Antrag bei der Oberen Forstbehörde geben. Und die Hauptrolle bei diesem Antrag spielt Achim Frede, der nicht nur Fachlicher Leiter des Naturschutzgroßprojekts Kellerwald-Region ist, sondern auch Abteilungsleiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Frede begründet den Großkahlschlag ausführlich auf zwei eng bedruckten DIN-A4-Seiten. Es ist ein schier unglaubliches Dokument.

Ich beginne heute mit dem ersten Kapitel eines Artikels, der sich mit diesem Dokument auseinandersetzt. Das Kapitel widmet sich Fredes Zusammenarbeit mit dem Forstamt Jesberg und der Größe des Kahlschlags. Und wundern Sie sich bitte nicht, aber – nimmt man die Aussagen der Beteiligten ernst, ist der Kahlschlag eigentlich viel zu klein: Antrag auf Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede.

Tourismusverband als kostenlose PR-Agentur von HessenForst

„Unverfälschte Natur“, „wahre Natur“, „Idylle“, „Ursprünglichkeit“, „wunderschöner Waldbestand“, „traumhaft“, „herrlich“, „zauberhaft“ – so redet der Verein Weserbergland Tourismus über das Weserbergland. Gefunden habe ich diese Zitate im Service-Wanderheft für den Weserbergland-Weg.

Nachdem meine Frau und ich auf der dritten Etappe dieses „Qualitätswegs“ knöcheltief im Schlamm eines Forstwegs versackten, entstand die folgende Satire: Wahre Natur im Benzer Holz.

Veröffentlicht unter Satire

Windwurf im Buchenurwald Uholka

Zunächst möchte ich noch einmal hinweisen auf die Biologie-Abituraufgabe. Bislang haben sich vier Leser beteiligt. Der „wichtige und richtige“ (Angela Merkel) Wettbewerb läuft noch bis zum 8. September. Auch Kommentare zur Frage Warum gibt es keinen öffentlichkeitswirksamen Protest gegen die Forstwirtschaft? sind weiterhin möglich und nötig.

Ich habe meinem Artikel über die Wanderung Welyka Uholka im Buchenurwald zwei weitere Seiten hinzugefügt. In der Nähe der Milchsteinhöhle lag der mit 2.000 m2 größte Windwurf, auf den ich bei meinen Wanderungen durch den Buchenurwald gestoßen bin. Der Artikel ist bebildert mit sehr hoch auflösenden Panoramafotos und mehreren Detailansichten.

Weil ich im Dschungel des Windwurfs auf die Tollkirsche stieß, die in der Ukraine auf der Roten Liste steht, folgt eine Seite über die 35 Rote-Liste-Pflanzen, die in Uholka-Schyrokyj-Luh zu finden sind. Hier geht es zu den beiden Seiten: Windwurf in der Nähe der Milchsteinhöhle – Panoramafoto 4 und  Rote-Liste-Pflanzen in Uholka-Schyrokyj-Luh.

Veröffentlicht unter Uholka

Biologie Abituraufgabe – 20 € Gutschein zu gewinnen

Bevor ich wegen meines Fahrradunfalls in den Ruhestand versetzt wurde, war ich Biologielehrer an einem Gymnasium in Nordrhein-Westfalen. Folgende Aufgabe hätte ich mir sehr gut in der mündlichen Abiturprüfung1 vorstellen können.

Im Kommentar unter der Aufgabe können Sie Ihre Lösung hinschreiben. Unter den richtigen Lösungen werden drei Amazon-Gutscheine von je 10 € verlost. Die beste Lösung erhält einen Amazon-Gutschein von 20 €. In 14 Tagen, also am 8. September, erfolgt die Auflösung. Gleichzeitig zeige ich Ihnen dann die Bearbeitung dieser Aufgabe durch einen Diplom-Biologen, der Abteilungsleiter in einem deutschen Nationalpark ist.

Buchen und Fichten auf einem Berg

Material:
Die Abbildung zeigt grob schematisch den Wald eines 675 m hohen Bergs in Deutschland, der forstwirtschaftlich genutzt wird. Die Buchen auf der linken Seite sind z. T. etwas älter als 100 Jahre, die Fichten der rechten Seite sind alle 30 Jahre alt.

Weiterlesen

  1. Inhaltsfeld 5: Ökologie, Inhaltlicher Schwerpunkt: Mensch und Ökosysteme, siehe Biologie Kernlehrplan Kompetenzen und Biologie Kernlehrplan Abiturprüfung []