Probleme mit Leserbriefen – Teil 2

Es gibt Leserbriefe von Waldschützern, die fangen so an:

„Es ist grotesk, nach einem Holzeinschlag in der Brut- und Setzzeit wieder von einem heruntergerissenen Sperberhorst mit vier verendeten Jungvögeln zu stehen!“

Nein, ist es nicht. Ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz ist nicht „grotesk“, sondern eine Straftat. Wenn ich vor einem „heruntergerissenen Sperberhorst mit vier verendeten Jungvögeln“ stehe und beweisen kann, dass ein Holzeinschlag verantwortlich ist, schreibe ich keinen Leserbrief, sondern erstatte Anzeige wegen Verstoß gegen §7 Abs. 2 Nr.13-14 BNatSchG. Greifvögel gehören zu den streng geschützten Vogelarten.1 Weiterlesen

  1. siehe Der Sperber – NABU NRW []

Probleme mit Leserbriefen – Teil 1

Hinweis: Ich möchte keinen Waldschützer persönlich kritisieren oder gar öffentlich bloßstellen. Deshalb nenne ich in dem folgenden Artikel keine Namen und auch keine Quellenangaben. Es geht nicht um einen konkreten Leserbrief, sondern um ein grundsätzliches Problem: Wie überzeugen wir als Waldschützer die Öffentlichkeit?

Ich habe Probleme mit den Leserbriefen von Waldschützern. Es ist nicht so, dass ich grundsätzlich etwas gegen Leserbriefe hätte. Ich selbst habe auch schon welche geschrieben. Aber ich habe Probleme mit der Art und Weise, wie einige Leserbriefe von Waldschützern geschrieben werden. Ich fürchte, dass diese Leserbriefe wenig nützen: Zwar machen die Waldschützer ihrem Herzen Luft und lassen ordentlich Dampf ab, aber sie werden vermutlich niemanden überzeugen, der nicht ohnehin schon Waldschützer ist. Häufig wird auch gar nicht so richtig deutlich, wogegen eigentlich protestiert wird. Weiterlesen

Frohes Neues Jahr!

Mitglieder mit einem Gold- und Silber-Abo bekommen in den nächsten Tagen einen Fotokalender mit den folgenden Fotos:1

Hinweis: Wenn Sie mit der Maus über die Fotos fahren, wird eine kurze Beschreibung sichtbar, wo sie gemacht worden sind. Für alle Orte gibt es ausführliche Informationen auf meiner Webseite. Bitte nutzen Sie dazu die Suchfunktion oben rechts auf der Seite.

Sie können einen hochwertigen DIN-A5-Fotokalender2 auch für 15 € inklusive Versand bei mir bestellen. Mitglieder mit Basis- und Bronze-Abo erhalten ihn für 12 € (20% Rabatt).

  1. ohne den störenden Copyright-Hinweis auf den Fotos unten rechts []
  2. von Pixum []
Veröffentlicht unter Privat

Die Flops des Jahres 2018

Flop Nr. 5 – E-Mail an Dr. Hennenberg

Dr. Klaus Hennenberg arbeitet am Freiburger Öko-Institut und war zusammen mit Dr. Böttcher und Christian Winger Verfasser der Studie Waldvision Deutschland. Am 4.6.2018 habe ich Hennenberg eine offene E-Mail geschrieben, die dieser nie beantwortet hat. Ich war daran gescheitert, die Studie Waldvision zu verstehen, und hatte zuvor Dr. Böttcher einen Brief geschrieben. Dessen Antwort hatte ich auch nicht verstanden und mich deshalb an seinen Kollegen Hennenberg gewandt, wie Böttcher es vorgeschlagen hatte. Eine Antwort habe ich nie erhalten.

Flop Nr. 4 – Brief an Petra Wegener

Petra Wegener ist Geschäftsführerin des Weserbergland-Tourismus. Am 5.6.2018 hatte ich ihr einen offenen Brief geschrieben, in dem es um die monatelange Sperrung von 7 Etappen des Weserbergland-Wegs wegen Sturmschäden ging. Eine Antwort habe ich nie erhalten. Weiterlesen

Baummikrohabitate im Buchen-Urwald von Uholka-Schyrokyj Luh

Baummikrohabitate sind „ein Schlüssel zur Erhaltung gefährdeter Arten.1 Sie „stellen […] wichtige […] Strukturen für die biologische Artenvielfalt bereit.“ Ihnen sollte ein besonderes Augenmerk in der Waldbewirtschaftung gegeben werden.“2

Was sind überhaupt Baummikrohabitate? In meinem neuen Artikel erkläre ich es ausführlich mit Hilfe von Fotos, die ich im Buchen-Urwald von Uholka-Schyrokyj Luh gemacht habe: Baummikrohabitate im Urwald.

  1. Kraus, D. & Schuck, A. (2016): Mikrohabitatstrukturen im Wald: Ein Schlüssel zur Erhaltung von gefährdeten Arten. – ANLiegen Natur 38(1) online: 3 S., Laufen, www.anl.bayern.de/publikationen. []
  2. Kraus, D., Bütler, R., Krumm, F., Lachat, T., Larrieu, L., Mergner, U., Paillet, Y., Rydkvist, T., Schuck, A., und Winter, S., 2016. Katalog der Baummikrohabitate – Referenzliste für Feldaufnahmen. Integrate+ Technical Paper. 16 S. []
Veröffentlicht unter Uholka

Bankrotterklärung Nr. 3 – Daniele Ganser

Daniele Ganser und Rainer Mausfeld haben zwei Gemeinsamkeiten: Sie füllen große Hörsäle und ihre Videos sind auf YouTube außerordentlich beliebt. Sie erreichen regelmäßig und in kürzester Zeit 100.000 und mehr Klicks. Gansers Vortrag „Die Terroranschläge vom 11. September 2011“ erzielte 1,1 Mio. Aufrufe, „Regime-Change in der Ukraine?“ wurde fast 700.000 mal aufgerufen.

Ganser bei einem Vortrag in Hannover am 21.9.2017

Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen Ganser und Mausfeld: Bei Mausfeld kostet der Eintritt 2 €, bei Ganser 20 €. Und obwohl Ganser einen so hohen Eintrittspreis verlangt, sind die Säle rappelvoll und immer ausverkauft. Denn Ganser ist so etwas wie der „Popstar der Friedensbewegung“1.

Aber nicht die Popularität und Beliebtheit von Daniele Ganser sind mein Thema. Ich zähle auch nicht zu den Leuten, die Ganser als „Verschwörungstheoriker“ verleumden.2 Im Mittelpunkt dieses Artikels steht vielmehr ein Interview, das Ganser RT Deutsch gegeben hat. Darin stellt Jasmin Kosubek Ganser die Frage: „Wo bleibt die große, sichtbare Friedensbewegung auf der Straße?“ Und die Antwort von Ganser, die ist eine Bankrotterklärung. Weiterlesen

  1. RT Deutsch []
  2. siehe Vorsicht, Verschwörungstheorie! []