Alte Wälder schützen das Klima

Im fünften und letzten Teil des Vortrags präsentiert Dr. Torsten Welle von der Naturwald-Akademie vier neue wissenschaftliche Studien. Alle vier beschäftigen sich mit der Frage, welchen Beitrag Wälder für den Klimaschutz leisten können. Dabei korrigiert Welle Fake Knowledge der Forstwissenschaft, wie z. B. das Märchen, dass alte Wälder keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten würden.

Hier geht es zum fünften Teil des Vortrags: Klimawandel. Am Ende folgt noch eine kurze Zusammenfassung.

Hohe Holzvorräte und dicke Bäume

Im vierten Teil des Vortrags berichtet Knut Sturm u. a. über den Starkholzaufbau im Stadtwald Lübeck. Dabei korrigiert er Fake Knowledge der Forstwirtschaft: Dünne Bäume wachsen nicht schneller als dicke Bäume.

Aber der Vortrag ist nicht nur sehr lehrreich, sondern auch wegen der Bonmots von Sturm sehr amüsant:

„Die Krone hat sich die Mecklenburgische Forstverwaltung gerade aufgesetzt! Sie hat die Zieldurchmesser für die Kiefer bei 35 cm festgeschrieben. Das ist für mich Kindermord!“

Hier geht es zum vierten Teil des Vortrags: Starkholzaufbau und Biodiversität.

Ergebnisse der Naturwaldforschung im Stadtwald Lübeck

In einem meiner letzten Artikel berichtete ich über das Ergebnis meiner Recherche zu zwei Buchenbeständen im FFH-Gebiet „Wälder von Porta Westfalica“: Die Holzvorräte pro ha waren mit 209 bzw. 163 m³ erschütternd niedrig. Damals hatte ich die Werte mit den 356 m³ aus der Bundeswaldinventur verglichen.1 Noch schlimmer wird es, wenn man Werte aus dem Stadtwald Lübeck zum Vergleich heranzieht: Im seit 100 Jahren unbewirtschafteten Schattiner Zuschlag beträgt der Holzvorrat 1.100 m³ und im bewirtschafteten Berkenstrükener Wald 800 m³. Selbst in einem Lübecker Wirtschaftswald steht viermal mehr Holz als in einem europäischen Naturschutzgebiet nahe meiner Heimat Porta Westfalica!

Über die Ergebnisse der Naturwaldforschung im Stadtwald Lübeck informiert der dritte Teil des Vortrags von Knut Sturm und Dr. Torsten Welle: Teil 3 des Vortrags – Naturwälder.

  1. siehe Fassadennaturschutz in Porta Westfalica – Analyse der Bestandsblätter []

Herausragender Vortrag von Knut Sturm und Torsten Welle

Am 9. Februar 2018 haben Knut Sturm, Forstamtsleiter des Stadtwalds Lübeck, und Dr. Torsten Welle, Leiter Wissenschaft und Forschung der Naturwaldakademie, einen Vortrag im Waldsalon des Bergwaldprojekts gehalten. Thema war der Zustand des Waldes und seine Bewirtschaftung. Es ist nicht nur der beste Vortrag, den ich in den letzten Jahren zu diesem Thema gehört habe, sondern der Inhalt übertrifft auch alles, was ich in den letzten Jahren dazu gelesen habe. Wenn Sie wissen wollen, in welch wirklich beunruhigenden Zustand der deutsche Wald ist  – und zwar mit harten, wissenschaftlich belegbaren Zahlen – und wie man es besser machen kann, schauen Sie sich diesen Vortrag an!

Mittlerweile steht der Vortrag auf Youtube und ich habe den ersten und zweiten Teil transkribiert: Wilde Wälder – Vortrag von Knut Sturm und Torsten Welle.

Greenpeace ist nicht die Lösung

Gestern haben die Mitglieder der SPD für die Große Koalition gestimmt. Alle Warnungen z. B. von Jens Berger und Albrecht Müller (NachDenkSeiten), Heiner Flassbeck (Makroskop) oder Ken Jebsen (KenFM) oder von … und … und … waren völlig nutzlos. An Tagen wie diesen fühlt man sich klein, hilflos und ohnmächtig. Wäre es nicht schön, es gäbe eine große, starke und mächtige Organisation, deren Aktivisten den Herrschenden mutig entgegentreten und Widerstand leisten? Greenpeace ist doch eine solche Organisation, oder? Müsste man an Tagen wie heute nicht gleich ein Greenpeace-Fördermitglied werden und regelmäßig spenden? Wenigstens 10 € monatlich?

Hat Greenpeace nicht Erfolg? Lässt sich mit Greenpeace nicht „was bewegen“? Ich bin nicht dieser Meinung – ganz im Gegenteil! Greenpeace ist Teil des Problems, nicht dessen Lösung. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Greenpeace – der Discounter für ein gutes Gewissen.

Am Ende des Artikels mache ich einen alternativen Vorschlag. Und meine Frau fürchtet jetzt schon, dass ich es ernst meine: „Du willst 1.114 km … Wie heißt das? Obóz dla Puszczy? Du willst … Bist Du waaahnsinnig?“

Greenpeace hilft keinem Schwein

Bei meiner Recherche zu Greenpeace und den Urwäldern Rumäniens1 stieß ich zufällig auf die folgende Meldung:

Erfolg? Lidl? Mein Interesse war geweckt. Ich habe mehrere Wochen recherchiert und daraus hervorgegangen ist der folgende Artikel über eine grüne Lüge2: Greenpeace hilft keinem Schwein.

  1. siehe Gesche Jürgens und das rumänische Ablenkungsmanöver []
  2. siehe Die grüne Lüge []

Neoliberalismus und Umweltpolitik

BUND, NABU, WWF, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace – alle großen Umweltschutzorganisationen setzen auf den mündigen Verbraucher: Er soll sich beim Einkauf für Recyclingpapier und gegen Frischfaserpapier entscheiden. Seit Jahrzehnten informieren die Organisationen über die Vorteile von Recyclingpapier und machen Werbung für das Umweltzeichen des Blauen Engels. Umweltschutz durch kritischen Konsum!

Aber diese politische Strategie ist gescheitert: Die Altpapiereinsatzquoten beim Hygienepapier sinken seit Jahren und beim Grafikpapier stagnieren sie auf niedrigem Niveau.

Trotzdem denken die Organisationen nicht um: Ein staatliches Verbot von Frischfaserpapier kommt für sie nicht in Frage. Der Staat darf und soll nicht in den freien Markt für Papier eingreifen. Die Organisationen sind gefangen im neoliberalen Denken. Ihre Funktionäre sind „verkleidete Neoliberale“ (Bill Mitchell).

Hier geht es zu meinem Artikel: Das Fiasko der Umweltschutzorganisationen beim Altpapier.

Quiz Hygienepapier – Frage 1

Zum Hygienepapier rechnet man Toilettenpapier, Binden, Windeln, Küchenrollen, Taschentücher, Kosmetiktücher u. v. a. m.1  Jetzt die Quizfrage: Welche Kurve entspricht dem Verbrauch2 Deutschlands seit der Jahrtausendwende? Kurve A oder B?

Kurve A

Kurve B

Die richtige Antwort finden Sie auf der nächsten Seite. Weiterlesen

  1. Eine vollständige Auflistung finden Sie zum Beispiel hier: Hygienepapier. []
  2. Mit Verbrauch ist der sog. rechnerische Verbrauch gemeint. Rechnerischer Verbrauch = Produktion + Import – Export []