Online-Umfrage – Teil 2

Es folgte ein Foto der mit Pfeil markierten Buche:

Ein Foto der mit Pfeil markierten Buche – nun mit Zollstock:

Ein Buche am Wegrand:

Ein Foto der markierten gefällten Eiche am Wegrand:

Ein Foto der markierten Buche mit Zollstock:

Ein Foto der markierten gefällten Buche mit Zollstock:

2 Gedanken zu „Online-Umfrage – Teil 2

  1. Bei den Kriterien der Erhaltungszustandsbewertung handelt es sich um eine forstwirtschaftlich geprägte Krücke. Es werden nur Bäume berücksichtigt. Als „hervorragend“ wird ein „Zustand“ bewertet, der in dieser Einheitlichkeit für die Natur kaum von Bedeutung ist. „Das Typisieren ist eine Methode, um aus Vorurteilen Tatsachen zu machen“, wurde um 1970 den Zoologiestudenten an der Universität Zürich (Prof. Hans Burla) nachdrücklich und nachhaltig vermittelt.
    Die „Anwendung“ der Bewertung ergibt wahrscheinlich einen „mittel bis schlechten“ Zustand.
    Die Bewertung ändert nichts an der Tatsache: Nur der Verzicht auf forstwirtschaftliche Nutzung (inklusive Verzicht auf „Aufwertungsmassnahmen“) auf grosser Fläche und während Jahrhunderten führt zu einem standorttypischen Waldlebensraum (Hainsimsen-Buchenwald) mit typischer Ausstattung an Strukturen, Lebewesen, dem unterirdischen „Internet“ der Bäume und Pilze, die im Gesamtkontext in der Lage sind, sich weiter zu entwickeln und sich ohne das Zutun der Menschen, der Förster und der Experten sich selbständig und kontinuierlich neuen Gegebenheiten anzupassen.

  2. Den Erhaltungszustand eines Waldbestandes anhand von Fotos und eines Formulars am PC aus zu bewerten ist wahrscheinlich sogar für fußkranke Behördenmitarbeiter ein No-Go.Für die Einschätzung von Lebensraum-typischen Arteninventar und Störanzeigern sollte man schon in der Vegetationszeit die Aufnahme ausführen.
    Tatsächlich ist die Bewertung von Lebensraumtypen ebenso wie die von „Potentiell natürlicher Vegetation“ statisch, eine Krücke für Statistiker und letztlich antiquiert.
    Allein durch die wissenschaftlich diskutierten Veränderung der klimatischen Bedingungen (Erwärmung, Extremwetterereignisse, Klimawandel etc.) wird es zu evidenten Artenveränderungen/Verschiebungen allein in der Flora kommen.
    Wenn die Beziehung Mensch-Wald zukunftsfähig sein soll, hilft nicht die romantische Betrachtung „alter“ und wohl möglich „unangetasteter“ Wälder, sondern der Blick nach vorne, hin zu „produktiven“, Bestandes-bildenden und resilienten Wäldern, die CO2 speichern, Waldfunktionen (Erosionsschutz, Wasserspeicher,…) übernehmen, Baustoffe liefern und der Erholung dienen.
    Das werden keine Waldbestände in Nationalparken sein.

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