Nammer Berg bei Porta Westfalica

Buchenwald im Winter

Der Oberbestand der Naturwaldzelle besteht aus dicht geschlossenen, 140-180 Jahre alten Buchen. Die folgenden Fotos entstanden im März 2013. Im Winter ist der Reichtum der Naturwaldzelle sowohl an lebendem als auch an totem Holz besonders gut zu erkennen:

 

Das nächste Foto konnte ich  mir alleine nicht erklären. In der Bildmitte verläuft die östliche Grenze der Naturwaldzelle. Die linke Hälfte zeigt das Totalreservat, man erkennt vorne links das grüne Schild. Die rechte Hälfte zeigt einen Wirtschaftswald. Warum aber ist die natürliche Verjüngung auf den Wirtschaftswald beschränkt? Warum wachsen die jungen Buchen nur dort? Die Antwort gab mir Peter Wohlleben: Rechts wurde mit dem Schirmschlagverfahren begonnen. Ein Besamungshieb wurde durchgeführt. Der Schirm der Kronen aus Altbuchen wurde aufgelichtet, sodass Licht auf den Waldboden fällt. Dies lässt die jungen Buchen wachsen. Rechts in der Naturwaldzelle ist der Schirm der Altbuchen dicht geschlossen. Auf den Waldboden dringt kaum Licht. Junge Buchen wachsen dort nur, wenn Windwürfe Löcher in den Schirm gerissen haben.

Schirm

 

Der Rundweg führt im Süden vorbei an einer bis zu 8 m hohen und 1 km langen Felswand aus Kalkstein, den Nammer Klippen. Leider stockt direkt unterhalb der Felsen ein hoher dunkler Fichtenforst, sodass der Blick ins ostwestfälische Tiefland verstellt ist. Entlang des Kammwegs stehen unzählige malerische Biotopbäume – uralte knorrige Buchen, die von Wind und Wetter gezeichnet sind:

In der südwestlichen Ecke der Naturwaldzelle nur wenige Meter nördlich des Klippenwegs ist eine große Windwurffläche, auf der eine natürliche Verjüngung der Buche geglückt ist:

Wurf_1

Wurf_2

 

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