Heilige Hallen bei Feldberg

Eigenschaften des uralten Buchenwalds

Laut Susanne Winter sind die Heiligen Hallen der „bekannteste Buchenwald des baltischen Buchenwaldareals, da er mit 24,9 ha (ohne Moorbereiche) der größte seit ca. 150 Jahren nicht bewirtschaftete Tiefland-Buchenwald ist (Winter, Anhang I, S. 32).

Neben dem Totalreservat „Fauler Ort“ sind die „Heiligen Hallen“ der einzige Buchenwald in Deutschland, der die Phase des natürlichen Zerfalls „voll ausgereift“ (Sperber, Urwälder Deutschlands, S. 43) durchlebt. Deshalb genießt er sowohl unter Naturliebhabern als auch unter Wissenschaftlern Kultstatus.

Die Fotos auf dieser Seite entstanden Anfang Mai 2013:

 

Sperber und Thierfelder schreiben in ihrem Buch „Urwälder Deutschlands“, dass der Wald 1950 seine „Reifephase durchschritten“ habe und seitdem der Zerfall und die Verjüngung einsetzt (Sperber, S. 43). Bereits beim Jahrhundertsturm von 1894 waren viele alten Buchen umgeworfen oder abgebrochen worden, sodass das einstmals geschlossene Kronendach Lücken bekommen hatte und auf den Windwurfflächen Verjüngung begann (Winter, Anhang I, S. 34).

 

Das Totholz hat ein Volumen von unglaublichen 200 Fm/ha – das sind 35% der lebenden Holzmasse von 567 Fm/ha (Sperber, Urwälder Deutschlands, S. 43):

 

Der Buchenwald der „Heiligen Hallen“ gehört zu den Waldmeister-Buchenwäldern. Er wächst „auf den nährstoffreichen Lehmböden der Jungmoränen“ (Sperber, S. 43). Im Mai 2013 entdeckte ich dort die folgenden Frühblüher:

 

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