Wundersame Biotopbaumvermehrung in Porta Westfalica

Einleitung

In einer Email vom 2. März 2017 schreibt Herr Büscher, Leiter des Forstbetriebsbezirks Porta Westfalica des Regionalforstamts Hochstift, folgendes über einen Waldstück in der Nähe von Porta Westfalica:

„Es werden zur Aufrechterhaltung des guten gesamtökologischen Erhaltungszustandes Biotop- und Habitatbaumgruppen ausgewählt. Diese Vorgehensweise wurde bereits bei den vorangegangenen Einschlägen durch den Erhalt von überdimensionalen Altbuchen, landschaftsästhetischen Einzelbäumen und Baumgruppen sowie Höhlenbäumen berücksichtigt.“1

Ich möchte mehr über die Biotopbäume wissen und frage Herrn Büscher in einer Email vom 7. März 2017:

„Werden alle diese Habitatbäume gekennzeichnet? Oder nur ein paar? Ich habe rund um das Nammer Lager z. B. an manchen Altbäumen rote Schlangenlinien entdeckt.“

Danach passiert das Wunder. Es geschieht eine wundersame Vermehrung von Biotopbäumen. Überall in dem Waldstück sind plötzlich alte Bäume mit Schlangenlinien markiert, die zuvor nicht markiert waren.

Der Artikel ist in folgende Kapitel gegliedert:

Hinweis: Die Fachbegriffe Habitat- und Biotopbaum werden in diesem Artikel und in der forstlichen Praxis synonym verwendet. Der FSC-Deutschland definiert Biotopbaum wie folgt:

„Biotopbäume sind insbesondere die vorhandenen Großhöhlenbäume, Spechtbäume, die in Nadelholzbeständen vereinzelt vorkommenden Laubbäume sowie überstarke Bäume, sofern jeweils nicht wirtschaftlich besonders wertvolle Bäume betroffen sind. Weiterhin sollen vor allem Blitz- und Sturmbruchbäume, Bäume mit tiefen Rissen und sichtbar stammfaule Bäume als Biotopbäume im Wald verbleiben.“2

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  1. Hervorhebungen von F.-J. A. []
  2. Deutscher FSC-Standard, Version 2.3 vom 01.07.2012, S. 16, 6.3.13.1 []