Fassadennaturschutz in Porta Westfalica

Email von Herrn Barkmeyer vom 31. August 2017

Einleitung

Am 31. August habe ich nach mehreren vergeblichen Versuchen endlich Herrn Barkmeyer am Telefon. Er weiß von nichts. Meinen Brief an Schockemöhle hat er von diesem nie erhalten. Er versichert mir, sich um die Angelegenheit zu kümmern.

Am Nachmittag erhalte ich eine Email. Die Email hat sonderbarerweise den Absender von Ursula Klein, ist aber mit Barkmeyer unterzeichnet. Kopien dieser Email gingen an den Justiziar Yuri Kranz, den ich aus dem Prozess des Landesbetriebs gegen mich wegen Schmähkritik kenne, Roland Schockemöhle und Pressesprecher Michael Blaschke.

Email

Sehr geehrter Herr Adrian,

in o. g. Angelegenheit nehme ich Bezug auf unser heutiges Telefongespräch. Hierbei hatte ich Ihnen zugesagt, den Stand des Verfahrens zu klären. Nach Abstimmung zwischen dem Justitiariat und dem Regionalforstamt beantwortet Wald und Holz NRW die von Ihnen gestellten Fragen wie folgt:

1) Können Sie mir den Namen Ihres Vorgängers bitte mitteilen? Und das Jahr, wann dieser mit der Ernte der Altbuchen begann?

Wann der Vorgänger von Herrn Büscher mit der Ernte der „Altbuchen“ begann, entzieht sich unserer Kenntnis und ist mit vertretbarem Aufwand nicht zu ermitteln. Wir bitten um Verständnis, dass wir den Namen des Vorgängers von Herrn Büscher nicht herausgeben. Es handelt sich dabei um eine personenbezogene Information. Als im Ruhestand befindliche Person hat der Vorgänger von Herrn Büscher ein überwiegendes Interesse daran, dass sein Name nicht in der Öffentlichkeit diskutiert wird.

2) Ab welchem Durchmesser erfolgt diese Zielstärkennutzung? 70 cm?

In diesem Bestand lag der Zieldurchmesser bei 65 cm BHD, einige gefällte Bäume hatten einen BHD über 70 cm.

3) Werden alle diese Habitatbäume gekennzeichnet? Oder nur ein paar? Ich habe rund um das Nammer Lager z. B. an manchen Altbäumen rote Schlangenlinien entdeckt.

Rote Schlangenlinien sind uns in dem Waldbestand nicht bekannt, lediglich weiße Linien.

4) Apropos Nammer Lager: Dort oben müssen vor kurzem sehr viele Bäume gefällt worden sein. Es liegt sehr viel frisches Kronenrestholz herum. Die geschlagenen Bäume waren nicht sehr dick – eine Zielstärkennutzung war es also sicherlich nicht Können Sie mir bitte zu dieser Maßnahme etwas sagen?

Bei dem Hieb handelte es sich um eine Durchforstungsmaßnahme mit Förderung der Z-Bäume.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Heinrich Barkmeyer
Wald und Holz NRW
Stellvertretender Leiter,
Leiter Koordination Stabsstellen
Albrecht-Thaer-Str. 34
48147 Münster

Kommentar

Ich finde es nett, dass Herr Barkmeyer tatsächlich umgehend antwortet. Nicht nett finde ich die Kürze und Inhaltsarmut seiner Antwort. Ich fühle mich nicht ernst genommen. Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW mit 180.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 38 Mrd. € ist nach den Worten seines stellvertretenden Leiters nicht in der Lage, das Jahr einer Holzernte nachzuschlagen?1

Der Name des verantwortlichen Försters soll nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden? Ja, muss er sich denn heute dafür schämen, dass er vor 40 Jahren Buchen gefällt hat? Ich will nicht über den Namen diskutieren, sondern mit ihm über die Geschichte des von ihm durchgeführten Großschirmschlags!

Die Sätze scheint Barkmeyer aus Textbausteinen zusammengestellt zu haben: „vertretbarer Aufwand“, „personenbezogene Information“, „überwiegendes Interesse“, „Durchforstungsmaßnahme“, „Förderung der Z-Bäume“. Und wieder fehlen die Bestandsblätter. Deshalb antworte auch ich noch am selben Tag und drücke in aller Offenheit meine Verärgerung aus. Außerdem reicht es mir jetzt und ich drohe zum ersten Mal offen mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

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  1. siehe Faltblatt Wald und Holz NRW []