Fassadennaturschutz in Porta Westfalica

Fassadennaturschutz

Auf das Wort „Fassadennaturschutz“ bin ich gekommen, als ich das Vorwort zum Buch „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ las:

„Wer den Versuch unternimmt, Licht in die Machenschaften der Akteure hinter dem Theatervorhang der Demokratie zu bringen und sich nicht mit dem eitlen Schauspiel der Fassadendemokratie vor dem Vorhang begnügt, macht sich keine Freude.“

Ich habe mir auch keine Freunde gemacht, als ich Licht in die Machenschaften der Akteure hinter dem Theatervorhang des Naturschutzes zu bringen versucht habe. Verwaltungsbeamter Dr. von Lochow, Betriebsleiter Landwehrmann, Betriebsleiter Büscher, Forstamtsleiter Schockemöhle, Vizechef Barkmeyer – sie alle sind leider nicht meine Freunde geworden.

Die beiden Unterabteilungen, um die es in diesem Artikel ging, gehören zu einem FFH-Gebiet1. Deshalb möchte ich schließen mit einem Urteil von Norbert Panek über FFH-Gebiete. Panek hat sicherlich auch keine Freunde bei den Akteuren hinter dem Theatervorhang des Naturschutzes:

„Die Umsetzung der FFH-Richtlinie ist [..] in den deutschen Waldgebieten […] gescheitert. […] Bei der Umsetzung der FFH-Richtlinie im Wald führt eindeutig der Forst Regie und er lässt keine Gelegenheit aus, seine Interessen durchzusetzen und sich den Waldzustand nach den von ihm selbst festgelegten Kriterien schön zu rechnen. Unterm Strich bleibt der Naturschutz außen vor und der Wald das, was er immer schon in erster Linie war: Ein „grün lackierte“ Holzfabrik, ausstaffiert mit einigen Vorzeige-Biotopbäumen.“2

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  1. Wälder von Porta Westfalica []
  2. Norbert Panek, Deutschland, deine Buchenwälder – Daten – Fakten – Analysen, Vöhl-Basdorf 2016, S. 148, Hervorhebungen von F.-J. A. []