Maßnahmenplan für das FFH-Gebiet „Hoher Keller“


„Der Kahlschlag: primitiv, bequem und voller Nachteile.“
Peter Wohlleben1

Einleitung

Im Oktober und November 2015 wurden am Wüstegarten im FFH-Gebiet „Hoher Keller“ 5 ha Fichtenwald kahlgeschlagen.

Ein Jahr vor dem Kahlschlag wurde der Maßnahmenplan für das FFH-Gebiet „Hoher Keller“ veröffentlicht.2 Ich möchte in diesem Artikel vier Dinge nachweisen:

  1. Die Maßnahme, die für den Wüstegarten geplant war, war kein Kahlschlag.
  2. Die Fläche, die für die Maßnahme am Wüstegarten vorgesehen war, war eine andere als die, die kahlgeschlagen wurde. 
  3. Die Gründe für die geplante Maßnahme waren andere als die für den Kahlschlag.
  4. Die Gründe sind gleichwohl mangelhaft.

Die Seite ist gegliedert in folgende Kapitel:

  1. Forstamt Jesberg als Autor des Maßnahmenplans
  2. Maßnahmenplan: Unverständlich für Laien
  3. Auflichtung statt Kahlschlag
  4. Karte der geplanten Auflichtung am Wüstegarten
  5. Erster Grund für die Auflichtung: Entwicklung von Zwergstrauch-Heiden
  6. Zweiter Grund für die Auflichtung: Entwicklung von Ebereschen-Bergahorn-Blockwäldern
  7. Schluss
  8. Lexikon der Fachbegriffe

Hinweis

Zum besseren Verständnis von Fachbegriffen wie „FFH-Gebiet“, „Lebensraumtyp“ oder „Biotoptyp“ dient das Lexikon der Fachbegriffe am Ende.

Nach oben
Nächste Seite: Forstamt Jesberg als Autor des Maßnahmenplans

  1. Peter Wohlleben, Mein Wald – nachhaltig, sanft, wirtschaftlich, Stuttgart 2013, S. 120 []
  2. Im März 2017 stand noch die Fassung des Maßnahmenplans vom November 2014 beim Hessischen Naturschutz-Informationssystem (NATUREG) zum Download bereit. Im April 2017 wurde eine aktualisierte Fassung vom Dezember 2016 veröffentlicht. []