Antrag auf Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede

Einleitung

Am 31. August 2015 stellt Rainer Paulus, Geschäftsführer des „gesamtstaatlich bedeutsamen Naturschutzgroßprojekts Kellerwald-Region“ bei der Oberen Forstbehörde im Regierungspräsidium Kassel „den Antrag auf vorzeitige Nutzung der jungen Fichtenbestände“ am Wüstegarten. Bei dieser „Biotoprenaturierung“ sollen insgesamt 5,1 ha Fichten „entnommen“ werden.1 Am 4. September genehmigt Joachim Urbaczka die „vorzeitige Abholzung“ des nur 30 Jahre alten Fichtenbestands.

Die entscheidende Rolle beim Antrag spielt nicht Rainer Paulus, sondern Achim Frede. Frede ist nicht nur der fachliche Leiter des Naturschutzgroßprojekts2, sondern auch Leiter des Sachgebiets „Forschung, Naturschutz und Planung“ im Nationalpark Kellerwald-Edersee.3 Als solcher hat er einschlägige Erfahrungen mit Kahlschlägen: Im Nationalpark wurden von 2004 bis 2008 150,52 ha Fichtenforste „abgeräumt“.4 Frede begründet die „Waldumbau-Maßnahme“ in der Anlage 2 zum Antrag. Der Antrag von Paulus umfasst sechs Zeilen, die Anlage von Frede zwei eng bedruckte DIN-A4-Seiten.

Die Seite ist gegliedert in folgende Kapitel:

  1. Frede und das Forstamt Jesberg
  2. Frede und das Waldgesetz
  3. Frede und der Biotopkomplex
  4. Frede und die Blockhalden
  5. Frede und die Fichten

Hinweis: Kopien des Antrags und der Genehmigung wurden mir freundlicherweise von Joachim Urbaczka von der Oberen Forstbehörde im Regierungspräsidium Kassel zur Verfügung gestellt. Er hat mir erlaubt, „einzelne Textpassagen bzw. den Inhalt der Unterlagen auf Ihrer Website mit Ihren eigenen Worten wiederzugeben“. Verboten allerdings ist es, „die Unterlagen als solche auf Ihrer Homepage zu veröffentlichen“.5

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  1. Alle Zitate aus dem Antrag von Paulus vom 31.8.2015 []
  2. siehe Projektteam []
  3. siehe Nationalparkamt – Sachgebiete []
  4. Naturschutzgroßprojekt Kellerwald-Region – Pflege- und Entwicklungsplan, Hungen 2008, S. 211 f. []
  5. Email vom 4. April 2017 []