Schirmschlag im NSG Hohenstein

Der Schirmschlag führt im NSG Hohenstein zu vier Problemen:

1. Große kahlgeschlagene Flächen umringt von wenigen Altbuchen

An vielen Stellen wie z. B. am Mittelberg oder Ramsnacken  werden bei den Hieben viel zu viele Altbuchen auf einen Schlag gefällt, sodass grosse kahlschlagsähnliche Freiflächen entstehen.

 

2. Kranke alte Buchen

Diejenigen Altbuchen, die den Schock der „Verjüngungshiebe“ überlebt haben, werden krank und sterben. Äste in ihren Kronen brechen ab. Die Kronen werden immer lichter. Dieses Buchensterben ist nicht Folge der Luftverschmutzung oder des Klimawandels, es ist das Produkt angeblich „naturnaher“ und „nachhaltiger“ Forstwirtschaft. Die Fotos wurden an der Baxmannbaude am Aufgang zum Hohenstein und am Mittelberg gemacht.

 

3. Buchenstangenforst

Sind alle alten Buchen gefällt, entsteht ein Forst aus dicht an dicht stehenden dünnen jungen Buchen einer Altersklasse, die ohne den Schutz und den Schatten von Altbäumen aufwachsen. Das Ganze ist ungefähr so naturnah wie die Haltung von Legehennen in Käfigbatterien. Derartige Holzplantagen gibt es überall im Naturschutzgebiet, so z. B. am  Mittelberg, Ramsnacken und Hohenstein. Auf  Foto rechts ist vorne noch eine letzte alte Buche zu sehen.

 

4. Keine Alters- und Sterbephasen im Buchenwald

Es gibt im NSG Hohenstein praktisch keine Buchen über 160 Jahre. Die Alters– und Absterbephasen eines natürlichen Buchenurwalds fehlen. Es gibt viel zu wenig tote und umgestürzte Bäume. An vielen Stellen fehlt auch eine natürliche Verjüngung aufgrund von Wildverbiss: Der Waldboden ist kahlgefressen. Die Wälder wirken künstlich, eigentümlich ordentlich und aufgeräumt. So entsteht der von Ökologen oftmals beklagte artenarme Buchenhallenwald. Dieser ist aber ein Kunstprodukt der Forstwirtschaft.