Gfällei – vorprorgrammierter Kahlschlag

Am 13. Juli 2011 warf ein Wirbelsturm1 im Schachtengebiet im Erweiterungsgebiet des Nationalparks Bayerischer Wald 231 ha mit 106.000 Fm Holz um. Wegen des unsäglichen Paragraphen 14 der Nationalparkverordnung räumte der neue Nationalparkleiter Leibl 189 ha mit 86.600 Fm.2 Nur 20.000 Fm ließ er in der Waldabteilung Gfällei auf einer Fläche von 42 ha liegen und erklärte insgesamt 100 ha zur Naturzone. Im selben Jahr war Leibl verantwortlich für weitere 116 ha Kahlschläge im Erweiterungsgebiet wegen Borkenkäferbefall.3 Macht zusammen 305 ha Kahlschläge im Erweiterungsgebiet im ersten Jahr als neuer Leiter des Nationalparks.

Noch ist der Borkenkäfer nicht aus der Naturzone ausgebrochen. Wenn er es tun wird, wird es im Westen und im Osten des Gfällei zu den nächsten großen Kahlschlägen im Nationalpark Bayerischer Wald kommen. Das Luftbild vom 5. August 2013 zeigt die Naturzone mit den geworfenen oder gebrochenen Fichten. Noch stehen im Westen und Osten die Fichtenwälder.

  1. Hier hat der Sturm gewütet, Grafenauer Anzeiger vom 20. Juli 2011 []
  2. Jahresbericht 2011, S. 4; und Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald (Hg.), Waldentwicklung im Nationalpark Bayerischer Wald in den Jahren 2006 bis 2011 – Von Marco Heurich, Franz Baierl und Thorsten Zeppenfeld, Grafenau 2012, S. 13 []
  3. Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald (Hg.), Waldentwicklung im Nationalpark Bayerischer Wald in den Jahren 2006 bis 2011 – Von Marco Heurich, Franz Baierl und Thorsten Zeppenfeld, Grafenau 2012, S. 14 []