Spaziergang zur dicksten Buche im Steigerwald

Forstwirtschaft in Ebrach vor Sperber

Georg Sperber hatte 1972 zu Beginn seiner Zeit als Forstamtsleiter den offiziellen Auftrag, den „Ebracher Buchenaltholzüberhang“ abzutreiben und mit Fichten oder Kiefern aufforsten. Der angebliche Überhang von alten Buchen war die „fixe Idee der deutschen Forstwirtschaft in den 1960er Jahren“.1

Sperber war entsetzt über das Fällen von 300 Jahre alten Schaufelbuchen: Ein Foto dieses Waldfrevels zeigt er in seinem Vortrag „Forstwirtschaft und Naturschutz in Buchenwäldern, Woher – wohin?“:

Im Winkelhofer Forst hatte man 200 ha eines uralten Buchenwaldes kahlgeschlagen und mit Kiefern und Fichten aufgeforstet:

Im Film „Wo der Wald am grünsten ist – der Buchenwald“ aus dem Jahr 19762 schwenkt die Kamera gleich zu Anfang über diese Plantage. Die Szene wurde ganz in der Nähe der dicken Buche gedreht – nur ein Stück den Forstweg weiter bergauf.

„Die aufwändig gepflanzten teuren Nadelholzkulturen sind inzwischen durch Schneebruch, Stürme und nachfolgenden Borkenkäferfraß weitgehend zerstört.“3

Eindrückliche Fotos der zerstörten Nadelholzplantagen präsentiert Sperber im oben erwähnten Vortrag auf den Seiten 60 – 64:

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  1. Georg Sperber, Forstwirtschaft und Naturschutz in Buchenwäldern, Woher – wohin?, S. 52 []
  2. siehe Dokumentation über den Steigerwald aus dem Jahr 1976 []
  3. Sperber, Frankens Naturerbe, S. 35 []