Naturwaldreservat Waldhaus

1925 –  Erste Bürgerinitiative zur Rettung des Steigerwalds

Am Ende seines Buches über Frankens Naturerbe erinnert Georg Sperber daran, dass bereits 1925 auf dem ersten Naturschutztag in München die 400 Teilnehmer eine erste Initiative zur Rettung des fränkischen Naturerbes im Spessart, Steigerwald und Gramschatzer Wald unternahmen. 500 ha der alten Laubwälder wollten sie damals unter Schutz stellen.

 

In der von Dr. H. Stadler, einem Arzt und Naturforscher aus Lohr am Main verfassten Resolution heißt es:

„Die meisten Forstleute, die diese Gebiete betreuen, scheinen keine Ahnung davon zu haben, welche Wunderwerke der Natur ihnen hier anvertraut sind. Die Atmosphäre des Holzfällens und des Holzverkaufs lastet wie ein Alpdruck auf den Regungen der Freude und dem Ahnen der Schönheit und des Wertvollen dieser ‚Altbestände‘, die dem Naturschützer verehrungswürdige Reste einer längst vergangenen Zeit sind“ (zit. n.  Sperber, S. 172)

 

89 Jahre später hat sich erneut eine Bürgerinitiative gegründet: Der Verein Nationalpark Nordsteigerwald. Der Fränkische Tag berichtet ausführlich über die Gründungsveranstaltung in seiner Ausgabe vom 2. Juli 2014 unter der Überschrift: „Votum für einen Nationalpark“. Ich wünsche mir, dass sie erfolgreicher ist als ihr Vorgänger: Die Fläche, die die bayerische Regierung 1928 schließlich unter Schutz stellte, betrug „ganze 17,5 Hektar“ (Sperber, ebd.)!

Nachwort

Sicherlich ist Ihnen aufgefallen, dass ich außergewöhnlich viel aus einem Buch zitiert habe: dem Steigerwald-Buch von Georg Sperber, der von 1972 bis 1998 Leiter des Forstamts Ebrach war. Das Buch bietet einen wahren Schatz an Informationen über die Fauna und Flora alter Buchenwälder. Und die großformatigen Fotos von Thomas Stephan sind fast so schön wie meine.

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