Naturwaldreservat Waldhaus

„Nicht leicht irgendwo in Deutschland wird man
so viele prachtvolle alte Eichen und Buchen
auf engem Raum vereinigt finden …
Welch verträumter Urwald steht … im Steigerwald!“
(Hans Stadler, 1924, zit. n. Sperber)

 

Einleitung

Das Naturwaldreservat Waldhaus nahe Ebrach zählt ebenso wie das nahe gelegene Naturwaldreservat Brunnstube zu den seltenen Kostbarkeiten unter den deutschen Buchenwäldern. Mit seinen bis zu 300 Jahre alten Buchen und einem unglaublichen Reichtum an Pilzen, Schmetterlingen, Käfern, Vögeln und Fledermäusen ist es „eines der am besten untersuchten Waldgebiete Deutschlands“.

Ich präsentiere Ihnen hochauflösende Fotos aus dem Reservat, die ich dort im Juni 2014 aufgenommen habe. Außerdem stelle Ihnen drei besonders charakteristische Tierarten des Reservats vor.

Die Seite ist gegliedert in folgende Abschnitte:

 

Anfahrt und Wanderweg

Das Naturwaldreservat wurde 1978 eingerichtet und war ursprünglich nur 10 ha groß. 1998 wurde es auf 90,7 ha erweitert (siehe Bund Naturschutz in Bayern, Naturwanderführer – Unterwegs zum Nationalpark Steigerwald, Tour 2: Über den Handthalgrund zum Naturwaldreservat Waldhaus, S. 15 und Datenbank Naturwaldreservate in Deutschland). Seit dem 1.1.2000 zählt es zum 104,7 ha großen Naturschutzgebiet „Naturwaldreservat Waldhaus mit Feuchtbereich im Handthalgrund“ (siehe die Verordnung über das Naturschutzgebiet vom 29.11.1999 und Schutzgebietskarte).

Karte Waldhaus

Quelle: Kartendienst Schutzgebiete in Deutschland

Ich empfehle Ihnen die Tour 2 aus dem Naturwanderführer des Bundes Naturschutz in Bayern: Über den Handthalgrund zum Naturwaldreservat Waldhaus. Die eigentlich interessante, nur 10 ha große Kernzone des Naturwaldreservats befindet sich dort, wo auf der Karte des Naturwanderführers auf Seite 20 die Zahl „3“ eingetragen ist. Vom südlich vorbeiführenden Weg ist die Kernzone überhaupt nicht zu sehen. Wenn Sie die alten Buchen sehen wollen, müssen Sie den Hauptwanderweg verlassen und entweder auf einem der Forstwege oder querfeldein in nordöstlicher Richtung den Hang hinauf wandern. Schon bald stoßen Sie dann auf den Wildschutzzaun um die Kernzone herum. Im Zaun befinden sich ab und an Türen, sodass Sie nicht zu klettern brauchen.

Allerdings ist das Betreten des Naturwaldreservats verboten. Bitte lesen Sie dazu meine Webseiten: 35 € Verwarngeld wegen Verstoß gegen Wegegebot und Vom Unsinn des Wegegebots im Steigerwald.

 

Nach oben
Nächste Seite: Die Schaufelbuchen als lebensbewahrende Mütter des Waldes