Naturwaldreservat Brunnstube

Geschichte des Naturwaldreservats

Georg Sperber, von 1972-1998 Forstamtsleiter in Ebrach, schreibt, dass „forstliche Schlamperei“ den Artenreichtum der Ebracher Laubwälder bewirkte (siehe das Kapitel „Steigerwald“ in: Georg Sperber und Stephan Thierfelder: Urwälder Deutschlands, München 2. Auflage 2008, S. 51-53). Denn die Wälder wurden nur „extensiv“ und „nachlässig“ bewirtschaftet. Anders als in den Nachbarforstämtern Gerolzhofen und Eltmann gab es hier keine „fachgemäße Waldpflege“, keine „saubere Wirtschaft“, die „einseitig nach Gesichten der Wertholzproduktion“ wirtschaftet. So blieben „Biotopbäume mit Specht- und Faulhöhlen“ und Zunderschwammbefall einfach stehen.

Bis 1950 wurden auf der nur 5 ha Hektar kleinen Kernfläche „nur Einzelbäume entnommen“ (siehe zum Folgenden den Naturwanderführer, S. 9). Danach wurden überhaupt keine Bäume mehr gefällt. 1978 wurde die Fläche als Naturwaldreservat unter Totalschutz gestellt. 1997 wurde das Reservat auf die heutige Größe von 49,6 ha erweitert und 2001 zum Naturschutzgebiet erklärt (siehe Verordnung zum Naturschutzgebiet Nr. 95 – „Naturwaldreservat Brunnstube“).

nach oben
Zurück zur Einleitung
Nächste Seite: Buchenwald mit Urwaldmerkmalen