Trittsteine in der Stellungnahme Ulrich Mergners

Die Folgen zu kleiner Trittsteine

Lachat, Müller und Bütler haben die Mindestgröße eines Trittsteins auf 0,9 ha festgelegt, weil dann 75 % der Trittsteine die Schwellenwerte für Totholz, Habitatstrukturen und Spechtbäume erreichen. Die Schwellenwerte liegen bei 99,3 m3 Totholz/ha und 12,3 Habitatstrukturen und 0,18 Spechtbäume pro 500 m2. Sie entsprechen dem Mittelwert urwaldähnlicher Wälder minus dem Standardfehler. ((Auswahlkriterien, S. 46)) Anders formuliert: Wenn die Trittsteine 0,9 ha groß sind, dann haben 3 von 4 Trittsteinen urwaldähnliche Eigenschaften.

Man achte auf die Zahl 75 %: Bereits bei 0,9 ha Größe scheidet einer von vier Trittsteinen als untauglich aus. Je kleiner die Trittsteine, desto weniger erreichen den Schwellenwert: Bei 0,1 ha sind es nur noch 60 %. Mehr als jeder dritte Trittstein ist dann minderwertig (siehe Abb. a auf S. 54 oben).

In einer Email vom 26. Januar 2016 teilt mir Rita Bütler zu den Mindestgrößen folgendes mit:

„In jeder anwendungsbasierten Empfehlung sagen wir jedoch immer, dass die Flächen größer sein sollten. Je größer, desto besser.“

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