Kahlschlag am Huzenbacher See

Falsche Behauptung 1: Strukturreicher Kahlschlag

Ziegler behauptet:

„Der Sturm hat Strukturen geschaffen, die es im Dauerwald eigentlich nicht mehr gibt, zahlreiche Tier- und Pflanzenarten profitieren von dem neuen Lebensraumangebot im vollen Licht.“1

Richtig ist, dass alle vom Sturm geschaffenen Strukturen durch die Räumung wieder beseitigt worden sind: der Verhau aus über- und untereinander liegenden Baumstämmen, aufgeklappten Wurzeltellern und am Boden liegenden Baumkronen wurde restlos entfernt. Die einzigen „Strukturen“, die zurück blieben, sind Baumstümpfe.

Huzenbacher See im April 20142

Der besenrein aufgeräumte Windwurf ist so strukturarm wie ein abgeernteter Kartoffelacker. Die Pflanzen, die dort wachsen, sind Allerweltspflanzen, die auf jeder Schutthalde blühen: Fuchssches-Greiskraut, Roter Fingerhut usw.

An solchen „Lebensraumangeboten“ herrscht rund um Baiersbronn nun wirklich kein Mangel: Das Forstamt gehörte zu denjenigen in Baden-Württemberg, die vom Orkan Lothar am 26. Dezember 1999 am stärksten betroffen waren. Mehr als 350.000 Fm Sturmholz fielen damals allein in diesem Forstamt an.3 Hinzu kamen allein im Folgejahr 2001 über 30.000 Fm Käferholz.4 Mangel herrscht dagegen an nicht geräumten Windwürfen.

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  1. Hervorhebung von mir []
  2. Fotos von Christian Bollian []
  3. siehe Folien 5 und 13 der Powerpoint-Präsentation „Der Orkan Lothar – 10 Jahre danach“ []
  4. ebd., Folie 28 []