Serrahn

Einleitung

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Sauerklee

Einleitung

Der Serrahner Buchenwald ist ein 268 ha großes Totalreservat im westlichen Teil des Nationalparks Müritz. Er ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder Deutschlands“.

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Geschichte

1848: Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz zäunt um das Dorf Serrahn ein 2150 ha großes Gebiet ein, um dort Hochwild zu jagen. Dadurch verhindert er eine intensive Forstwirtschaft (S. Winter, H. Schumacher, M. Flade und G. Möller: Naturschutzstandards für die Bewirtschaftung von Buchenwäldern im nordostdeutschen Tiefland, Eberswalde 2003, S. 139).

1952: Gründung der Biologischen Station in Serrahn. Serrahn wird zum Zentrum der wissenschaftlichen Forschung.

1957: Serrahn wird Teil des Naturschutzgebiets „Großer Serrahn und Schweingartensee“ (Sperber, Urwälder, S. 45). Teilgebiete werden zum Totalreservat erklärt und jegliche Holznutzung verboten.

1984: Serrahn wird zum DDR-Staatsjagd- und Wildforschungsgebiet. Die Dammwild- und Rehbestände wachsen zwar weiter an, aber es wird kein Holz geerntet.

1990: Ein Jahr nach der Wende wird Serrahn Teil des Nationalparks Müritz.

25. Juni 2011: Die UNESCO erklärt Serrahn zusammen mit 4 weiteren deutschen Buchenwäldern zu einem Teil des Weltnaturerbes „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“.

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Anfahrt und Wanderwege

Serrahn_Karte

Es gibt im Internet erschütternd wenig Informationen über die  Anreise und Wanderwege zum Serrahner Buchenwald. Die beste Karte habe ich nicht im Internet, sondern auf einer Informationstafel am Schweingartensee gefunden. Mit dem Auto fährt man bis zum Parkplatz in Zinow. Von dort gelangt man auf dem Wald-Erlebnis-Pfad zur Försterei Dianenhof, in dem eine Ausstellung zum Serrahner Buchenwald zu sehen ist. Etwas bizarr ist, dass nur ein sehr kleiner Teil des Wald-Erlebnis-Pfads direkt am Serrahner Wald vorbeiführt. Deswegen lohnt es sich, entlang der nördlichen Grenze des Waldes auf dem in der Karte blau markierten Forstweg bis zum Schweingartensee zu wandern.

Schweingartensee

Samstags werden regelmäßig vom Parkplatz Zinow aus von 10-15 Uhr geführte Wanderungen mit einem Ranger zum Serrahner Wald angeboten. Ich persönlich habe mich nach 3 Stunden ermüdend langsamer Wanderung durch Roteichen- und Kiefernforste und stundenlangen Beobachtungen von See- und Fischadlern von der Gruppe abgesetzt, um endlich den Buchenwald zu sehen.

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Biologie

Der Buchenwald von Serrahn gehört zu den bodensauren Buchenwäldern. Es ist ein Perlgras-Buchenwald – benannt nach dem Einblütigen Perlgras (Melica uniflora). Wasser- und Nährstoffversorgung sind gut. Zwei Drittel des Buchenwalds befinden sich in der späten Optimalphase (Naturschutzstandards, S. 138). Viele Buchen sind mittlerweile 200 Jahre alt. Es finden sich viele Altbäume mit Sonderstrukturen (Zwiesel, Kronenabbrüche, Faulstellen, Mulmhöhlen, Krebswucherungen usw.) und Totholz. „Bereits in den 1980er Jahren standen jedem Specht-Pärchen 50-60 Höhlen zur Verfügung!“ (Sperber, Urwälder Deutschlands, S. 45)

Fotos

 

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