Vom Versagen der Jagd im Nationalpark Harz

Irreführung der Nationalparkbesucher

Ich mache der Nationalparkverwaltung nicht nur den Vorwurf, eine sinnlose Jagd als Selbstzweck zu betreiben. Man täuscht mit dümmlichen Informationsschildern auch die Besucher des Parks:

Desinformationsschild an der Bremer Hütte

Welche Medikamente muss man nehmen, um direkt neben kahlgefressenen Kahlschlägen von einer „Explosion des Lebens“ zu faseln? An welchen Halluzinationen leiden die Förster, wo auf dem ganzen Hang weder Birken noch Ebereschen wachsen? Warum klärt man die Besucher nicht darüber auf, dass man jeden Laubbaum mit einer Drahthülle vor den Rothirschen schützen muss? Warum nutzt man nicht die Möglichkeiten der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, um über die Folgen der Wildhege und Trophäenzucht aufzuklären?

Wildschutzzäune auf Großkahlschlag an der Bremer Hütte

 

Schluss

Immer wenn in einem Nationalpark etwas völlig schief läuft und die Verwaltung überhaupt nicht mehr weiter weiß, lädt sie jede Menge Fachleute ein und macht an einem idyllischen Ort einen Workshop. So fand am 20. November 2013 im Kloster Drübeck die wissenschaftliche Tagung „Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz“ statt.1 Das Problem muss wirklich dringend sein, denn schließlich gab es in selbem Jahr ja schon die oben erwähnte Fachtagung in Bad Wildungen zum gleichen Thema.

 

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  1. siehe die offizielle Einladung; Der Tagungsband erschien mit einem Jahr Verzögerung am 11.12.2014. Er kann nicht kostenlos heruntergeladen werden, sondern muss umständlich bestellt und bezahlt werden. Siehe Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz []