Schneelochweg im Winter

Den Schneelochweg im Winter zum Brocken hochzukraxeln ist lebensgefährlich. Trotz GPS-Gerät war es mir unmöglich, einen Trampelpfad zu entdecken. Vermeintliche Pfade entpuppten sich als Wege, die vom Schalenwild gegangen werden. Sie enden in Sackgassen. So quälte ich mich am Ende querfeldein den steilen Hang hoch. Es war unglaublich anstrengend: Der Puls raste, der Schweiß rann in Strömen und ich japste nach Luft.

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Im unteren Bereich hielt ich mich entgegen dem Rat von Volker Mothes nicht an den alten Forstweg. Von diesem bog ich nach rechts auf einen zunächst gut sichtbaren Trampelpfad ab, den ich dummerweise für den ehemaligen „Knüppeldamm  … durch das moorige Gelände“ (Axel und Volker Mothes, Harzer Klippen- und Stiegenwelt, Band 1, S. 117) hielt:

 

Der Anblick der abgestorbenen Fichten inmitten der Granitblöcke ist spektakulär und einzigartig. Am Ende landete ich an den ehemaligen Schneelochsteinbrüchen nördlich des Holzlagerplatzes und musste über riesige Felsblöcke klettern, unter und zwischen denen sich große Löcher auftaten. Die Gefahr, in eines dieser Löcher abzurutschen und sich das Bein zu brechen, war groß. Nach halsbrecherischer Kletterei gelangte ich zum ehemaligen Forstweg. Dort versank ich auf dem vernässten Boden bis zu den Knöcheln im Matsch.

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