Schlammcatchen mit Borkenkäfern

„Ab wie vielen Kompromissen hat der Nationalpark keinen Sinn mehr?“
(Martin Riedlaicher, 1)

 

Einleitung

Auf dem Großkahlschlag am Heinrich-Heine-Weg im Norden der Stempelstelle „Obere Ilsefälle“ wurden im Juli 2014 durch den Einsatz schwerer Holzerntemaschinen die Rückegassen in Schlammwüsten verwandelt.

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Fotos der verschlammten Rückegassen

Am 17. Juli 2014 wollte ich auf dem Heinrich-Heine-Weg von Ilsenburg auf den Brocken wandern. Ich habe nicht schlecht gestaunt, dass auf dem Großkahlschlag an der Stempelstelle „Obere Ilsefälle“ mitten im Hochsommer wieder Fichten gefällt wurden.

 

Ein Waldarbeiter erklärte mir leutselig, dass die Fichten vom Borkenkäfer befallen seien. Man befände sich hier in der Entwicklungszone des Nationalparks, in der noch bis 2022 Bäume gefällt werden dürften. Ein Übergreifen des Käfers auf die 2 km entfernten Wirtschaftswälder außerhalb des Nationalparks müsse verhindert werden.

 

Die Motorsägen waren kilometerweit zu hören. Diese akustische Belästigung stellt für Ruhe und Erholung suchende Wanderer eine Zumutung dar.

 


1: Martin Riedlaicher ist Mitglied des Bund Naturschutz Bayern. Das Zitat taucht im Fernsehbeitrag des Magazins quer auf (siehe Abschreckendes Beispiel: Borkenkäferbekämpfung im Nationalpark Bayerischer Wald)

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