Kritik der Borkenkäferbekämpfung im Nationalpark Harz


„Die Berichterstattung stellt die Probleme in einer Weise dar, dass sie unseren Willen oder auch unser Fähigkeit einschränkt, uns etwas ganz anderes vorzustellen.“
Nick Couldry1

Einleitung

Im März 2014 hatte ich am Meineckenberg im Nationalpark (im Folgenden abgekürzt mit NLP) Harz einen riesigen Kahlschlag entdeckt.2 Im August 2018 habe ich diesen Kahlschlag wieder besucht. Nahezu zeitgleich erschien in meiner Tageszeitung, dem Mindener Tageblatt, am 22. August ein großer Artikel über die Borkenkäferbekämpfung im NLP: Erst die Stürme, jetzt der Käfer.3 Autorin des Artikels ist die freie Journalistin Sabrina Gorges. Sie stellt die Position der NLP-Verwaltung ausführlich dar. Und diese verstrickt sich in dem Artikel heillos in zahlreichen Widersprüchen.

Der Zeitungsartikel war der Auslöser, einen langen 45-minütigen Film zu drehen und auch selbst vor die Kamera zu treten: Es geht um die widersprüchlichen Aussagen der NLP-Verwaltung zur Borkenkäferbekämpfung. Und es geht darum, wie denn eine Fläche aussieht, auf der vor fast genau 10 Jahren der Borkenkäfer bekämpft worden ist. Und es geht – last, but not least – um neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den negativen ökologischen Konsequenzen der Borkenkäferbekämpfung.

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Film „Der Kampf gegen den Borkenkäfer im NLP Harz – Eine Kritik von Franz-Josef Adrian“

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  1. zit. n. Michael Meyen, Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand – Wie uns die Medien regieren, Frankfurt a. M. 2018, S. 176 []
  2. siehe meinen Artikel Großkahlschlag am Heinrich-Heine-Weg []
  3. Der Artikel war von der Deutschen Presse Agentur und erschien wortgleich in mehreren Tageszeitungen. Bei der Mitteldeutschen Zeitung kann der Artikel kostenlos gelesen werden. []