Großkahlschlag am Oderteich

Vergrasung und Wiederverfichtung

Das folgende hochauflösende Panoramafoto des Kahlschlags ist 4 MB groß. Die Auflösung beträgt 4.544 x  1.191 Pixel. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen dann “Link in neuem Tab öffnen”. Dann öffnet sich das Panorama. Klicken Sie mit der Lupe auf das Bild, wählen Sie mit F11 die Vollbildansicht und scrollen Sie mit den vertikalen und horizontalen Bildlaufleisten in dem Panorama herum.

Oderteich_Panorama

Hier können Sie das gleiche Panoramafoto, aber mit niedrigerer Auflösung und Dateigröße herunterladen: Panoramafoto – 1,8 MB – 3.052 x 800 Pixel

Das Panoramafoto zeigt einen Vorgang, den es laut Nationalparkplan gar nicht geben dürfte:

„Phytosanitäre Hiebsmaßnahmen können zu kahlschlagartigen Freiflächen führen […] eine Vergrasung anstelle einer artenreicheren Wiederbewaldung ist nur in den seltensten Fällen zu befürchten.“1

Der Schlag vergrast – und zwar mit Gräsern, die eine dichtgeschlossene und hüfthohe Decke bilden. Diese Gräser- und Kräuterwiese ist nicht nur für das Wild eine attraktive Äsungsfläche. Sie ist auch ein ideales Biotop für Wühlmäuse, die sich auf Kahlschlägen explosionsartig vermehren. Im Winter nagen die Mäuse Rinde und Wurzeln der angepflanzten Buchen an. So vermelden im Januar 2015 die Niedersächsischen Landesforsten eine Massenvermehrung von Wühlmäusen auf den vergrasten Freiflächen, die durch die Räumung der Windwürfe nach Kyrill entstanden sind. Die Wühlmäuse müssen mit Giftködern bekämpft werden.2 Das aber ist im Nationalpark verboten. Für Förster ist das ein Alptraum: „Gras – Maus – Aus!

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Rötelmaus, Fotograf: Photopippo (CC BY-SA 3.0), von Wikimedia Commons

Wer mit Mäusen, Hirschen, Spätfrösten und Schattenlosigkeit deutlich besser zurecht kommt als die empfindlichen Buchen, sind die robusten Fichten. Sie zeigen den Waldumbauern in der Nationalparkverwaltung den Stinkefinger und erobern den Kahlschlag zurück.

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  1. Nationalparkplan, S. 51, Hervorhebung von mir []
  2. Mäuse nagen an neu gepflanzten Bäumen, NDR vom 30. Januar 2015 []