Experten gegen Kahlschläge

Meike Hullen

Die einzige Frau bei dem Workshop arbeitete damals für Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz.

Umweltschutz nördlich von Plessenburg1

Sie ist grundsätzlich skeptisch, dass die Nationalparkverwaltung überhaupt die „Naturnähe“ von Wäldern „steigern“ kann und führt nicht weniger als acht Gründe dagegen an.2

  • Beispielsweise könne die Verwaltung bei den „sehr kleinräumige[n] Wechseln der Standortverhältnisse“ nicht wissen, was sie wo anpflanzen solle. Die Höhenstufe allein reiche nicht aus, um zu entscheiden, ob Buchenanpflanzungen sinnvoll sind oder nicht. So gäbe es „kalte Tallagen“, wo trotz niedriger Höhe keine Buchen wachsen.
  • Oder was passiert, wenn Buchen dort angepflanzt werden, wo der Boden „durch den natürlichen Verfall ehemaliger Entwässerungssysteme“ so vernässt, dass man dort besser Erlen und Weiden gepflanzt hätte?

Hullen mahnt zur „Vorsicht bei der Planung und Umsetzung von waldbaulichen Maßnahmen“ und fordert „große Sensibilität für sich abzeichnende Entwicklungen in der Natur“.3 Kahlschläge zählen gemeinhin nicht zu den vorsichtigen und sensiblen Maßnahmen.

Unvorsichtigkeit nördlich der Plessenburg4

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  1. Kahlschlag B, siehe Karte []
  2. siehe S. 18 f. []
  3. S. 19, Hervorhebungen von mir []
  4. Kahlschlag B, siehe Karte []