Kahlschläge am Bergerbach – Update

392 ha Kahlschläge

156 ha Fichtenwälder wurden von 2004, dem Gründungsjahr des Nationalparks, bis 2014 kahlgeschlagen (siehe Vortrag von Michael Röös zur Fichte am 4.6.2014 auf der Fachtagung „Wald in Entwicklung 2.0“). Das entspricht ungefähr zweihundertzwanzig – in Zahlen: 220 Fußballfeldern (Länderspielmaße 68 x 105 m = 0,714 ha). Wenn man annimmt, dass die Fichten auf einer Breite von 50 m links und rechts der Bäche gefällt wurden, hat die Nationalparkverwaltung auf einer Länge von 15,6 km Bachtäler kahlgeschlagen. Wenn Sie stramm gehen, dauert es 3 Stunden, diese Strecke abzuwandern.

Hinzu kommen 236 ha Kahlschläge in Douglasienwäldern (siehe Vortrag von Michael Röös zur Douglasie am 4.6.2014 auf der Fachtagung „Wald in Entwicklung 2.0“) ). Macht zusammen sage und schreibe 392 ha Kahlschläge. Das sind umgerechnet fast 4 km2. Von den 5.340 ha der Entwicklungszonen 1b und 1c (siehe Zone 1c: Künstlich mehr Natur schaffen) wurden also 7% kahlgeschlagen. Niemand außerhalb der Verwaltungsspitze um Walter, Röös und Ahnert hat sich diesen Waldfrevel vorstellen können, als der Nationalpark 2004 gegründet wurde.

Förster Peter Wohlleben nennt einen Grund, warum Förster in Deutschland so gerne Fichtenplantagen anpflanzen: Fichten sind anspruchslos und wachsen immer schön gerade. Ein Förster kann da wenig falsch machen. Fichte ist “Waldbau für Blöde”, spottet Wohlleben. Ich habe dem nichts hinzuzufügen.

 

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