Kahlschläge am Bergerbach – Update

Panoramafoto des Kahlschlags

Das folgende hochauflösende Panoramafoto ist 5,4 MB groß. Die Auflösung beträgt 4.994 x 1.200 Pixel. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen dann “Link in neuem Fenster öffnen”. Dann öffnet sich das Panorama. Klicken Sie mit der Lupe auf das Bild, wählen Sie mit F11 die Vollbildansicht und scrollen Sie mit den vertikalen und horizontalen Bildlaufleisten in dem Panorama herum.

Panoramafoto des Kahlschlags am Bergerbach im Frühsommer 2014

 

Schlagflur und Birken-Vorwald

Auf dem Schlag passiert genau das, wovor Experten wie Förster Peter Wohlleben gewarnt haben und was dem Ziel des Nationalparkforstamts direkt zuwiderläuft: die Fichte kehrt zurück. Überall wachsen kleine Fichtensämlinge – so zahlreich „wie Haare auf dem Hund“ (Försterspruch):

 

In der nordwestlichen Ecke des Kahlschlag wurden einige Windwurffichten mit aufgeklapptem Wurzelteller nicht geräumt. Dort ist das Quellgebiet des Bergerbachs und der Boden ist etwas feuchter. Neben dem dominanten Fingerhut wachsen hier Disteln, Himbeeren, Farne, Gräser und auch Binsen, die die Nässe anzeigen. Als einzige Laubbäume können einzelne Sandbirken dem Verbissdruck trotzen.

 

Die nächsten zwei Fotos zeigen den Birken-Vorwald im Osten des Kahlschlags, wo die Fichten schon vor mehreren Jahren geräumt wurden.

 

Wie ich bereits bei meiner ersten Reportage über die Kahlschläge am Bergerbach geschrieben habe, bestehen die Birken-Vorwälder am Bergerbach ausschließlich aus Sandbirken. Weder Espen, Weiden, Vogelbeeren oder Erlen konnten sich ansiedeln. Bei hohen Reh- und Rothirschdichten im Nationalpark Eifel ist eine Renaturierung des Bachtals völlig ausgeschlossen. Wie es erfolgreich geht, demonstrierte Georg Meister als Forstamtsleiter in Bad Reichenhall: Er ließ mehrere Jahre „dreimal so viel Rehe“ wie gewöhnlich abschießen. Allein dadurch entwickelte sich innerhalb von nur 20 Jahren einen Auwald aus „Ahornen, Eschen, Weiden, Ulmen und Eichen“ („Jeden Tag Krieg im Forst“, Spiegel 21/2004, S. 160 f.). Forstdirektor Gerhard Ahnert, zuständig für das Wildtiermanagement, ist zu einem derartigen Kampf gegen die Reh- und Hirschplage entweder nicht willens oder nicht fähig.

Auf beiden Fotos sind die ehemaligen Rückegassen prima zu erkennen: Dort wachsen aufgrund der Bodenschäden keine Birken, sondern Fingerhut und Binsen. Die Binsen zeigen den staunassen verdichteten Boden an.

 

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