Kahlschläge am Bergerbach

8. Das Forstmärchen von den 1 Meter dicken Reisigmatten

In der Kölnischen Rundschau vom 9. Januar 2014 behauptet Nationalparkleiter Henning Walter, die Rückegassen seien zum Schutz des Waldbodens mit 1 m dicken Reisig abgedeckt (siehe Kahlschlag im Nationalpark erregt Gemüter). Und auch Prof. Dr. Harry Vereecken spricht in der Aachener Zeitung vom 13. Januar 2014 von diesen 1 m dicken „Streumatratzen aus Reisig“, die den Oberboden vor Verletzungen schützen würden. Ich halte diese „Matratzen“ für ein Forstmärchen (vergleiche Hans Bibelriether, Forst- und Holzmärchen heute).

Die folgenden Fotos zeigen die Rückegasse A (siehe Lageskizze). An keiner Stelle ist die Streuauflage dicker als 10 cm. Sie ist immer einschichtig. An vielen Stellen fehlt sie ganz. Pfützen zeigen an, dass der Boden so verdichtet ist, dass Regenwasser nicht mehr ablaufen kann:

 

In der Rückegasse B (siehe Lageskizze) sind Harvester und Forwarder tief in den weichen Waldboden eingesackt: Es haben sich tiefe Bodengleise und Pfützen gebildet:

 

Die Randstreifen am befestigten Forstwirtschaftsweg sind regelrecht verwüstet: entweder von den dort gelagerten Holzstämmen oder von den Erntemaschinen, die so breit sind, dass sie ständig über den Rand des Wegs hinausfahren:

 

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