Naturzerstörung durch den Neubau der Jennerbahn

2. Videos zum Neubau der Jennerbahn

Das erste Video stammt vom Regional Fernsehen Oberbayern (RFO) und wurde am 11. Februar 2016 gesendet.1 Der Betrag von 35 Millionen € an Kosten hat sich mittlerweile auf 47,7 Millionen erhöht. Hannes Rasp, der Noch-Vorsitzende der BBAG, begründet den Neubau mit dem Alter der Jennerbahn. Diese Begründung ist falsch. Die Jennerbahn war 1953 in Betrieb gegangen. Zum Zeitpunkt ihrer Abrisses war sie 64 Jahre alt. Sie hätte nicht zwangsläufig abgerissen werden müssen. Alt war die Jennerbahn auch schon mit 54 oder mit 44 oder 34 Jahren. Sie hätte noch 10 oder 20 oder 30 Jahre funktioniert. Die Predigtstuhlbahn im benachbarten Bad Reichenhall ist aus dem Jahr 1928 und damit 25 Jahre älter. Ihr Alter ist kein Makel, sondern ein berühmtes Markenzeichen: Sie gilt als „Grande Dame der Alpen“. Die Fichtelberg-Schwebebahn ist sogar aus dem Jahr 1924 und noch 4 Jahre älter. Der Abriss der Jennerbahn war nicht alternativlos.

„Für die Finanzierung des Neubaus verkauft die Gemeinde Aktien an Investoren.“

Dieser Satz der Redaktion des RFO ist eindeutig falsch. Schönau gewährt der BBAG lediglich ein Darlehen in Höhe von 2 Millionen €.2

Das zweite Video zeigt den Beitrag des Österreichischen Fernsehens (ORF) zur Übergabe des Schecks über 10,5 Mio. € durch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner an den Vorstandsvorsitzenden der BBAG, Michael Emberger. Der ORF zeigt Stellungnahmen von Großaktionär Peter Hettegger, Staatsministerin Ilse Aigner und Hannes Rasp, Bürgermeister von Schönau und ehemaliger Vorstandsvorsitzender. Peter Hettegger ist von einer erfrischenden Ehrlichkeit:

„Ich glaube, dass wird dann der einzige Berg sein, mit dem ich jeden Tag Geld verdienen kann.“

Eine gedruckte Fassung des Videos gibt es hier.

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  1. siehe Datum in der RFO-Mediathek []
  2. zum Aktienverkauf siehe Die Vorgeschichte des Neubaus der Jennerbahn, zur Finanzierung siehe Subventionierung des Neubaus mit 10,5 Mio. € Steuergeld []