Naturzerstörung durch den Neubau der Jennerbahn

1. Liste von Nachrichten zum Neubau der Jennerbahn

Es gibt in Internet eine Fülle an Informationen zur Großbaustelle Jennerbahn. Leider sind die Informationen weit verstreut und die einzelnen Artikel präsentieren immer nur einen kleinen Ausschnitt der insgesamt verfügbaren Informationen. Eine Zusammenschau fehlt. Auch die Kreisgruppe Berchtesgaden des Bund Naturschutz bietet unter der Überschrift Erlebnisberg Jenner muss hinterfragt werden nur enttäuschend wenige Informationen, die zudem über ein Jahr alt sind.

Bevor ich selbst die Vorgeschichte des Neubaus und dessen Maßnahmen beschreibe, liste ich im folgenden in chronologischer Reihenfolge die Quellen auf, die ich benutzt habe. Sie können sich dann auch ein eigenes Urteil bilden. Sie können die Liste auch überspringen und sich direkt das nächste Kapitel mit den Videos zum Neubau anschauen.

Am 21. März 2005 berichtet der Berchtesgadener Anzeiger unter dem Titel Umbruch bei der Jennerbahn über die Jahreshauptversammlung der Berchtesgadener Bergbahn AG (BBAG). Hauptaktionär Lechwerke will seine Aktien verkaufen.

Am 6. Juni 2005 meldet der Berchtesgadener Anzeiger: Noch keine Lösung für die Jennerbahn in Sicht. Stefan Kurz, Bürgermeister von Schönau, wittert Gefahr, dass ein privater Investor die Aktien der Lechwerke kauft und die Jennerbahn ruiniert.

Bündnis 90 / Die Grünen Berchtesgadener Land informieren auf ihrer Homepage am 28. November 2006 über eine Ortsversammlung. Dort wurde über den Verkauf der BBAG-Aktien von den Lechwerken an die Gemeinde Schönau diskutiert: Chance oder Risiko am Jenner

Der Berchtesgadener Anzeiger fragt am 5. August 2014 Ist der Jenner noch ein Renner? Wichtiger als die Antwort auf diese Frage ist, dass Hannes Rasp, Bürgermeister von Schönau, neuer Vorstandsvorsitzender der BBAG wird.

Am 23. Mai 2015 berichtet der Berchtesgadener Anzeiger zum ersten Mal über den geplanten Neubau der Jennerbahn Für 32 Millionen Euro bergauf. Bis 2017 werden die Kosten um fast 50 % auf 47 Millionen ansteigen.

Spannende Informationen zur Vorgeschichte bietet ein Artikel im Berchtesgadener Anzeiger vom 27. Juni 2015 über die Jahreshauptversammlung der Kreis-Grünen: Sorgen um die Jennerbahn.

Am 29. Juni 2015 verspricht Hannes Rasp, Vorstandsvorsitzender der BBAG und Bürgermeister von Schönau, im Berchtesgadener Anzeiger: „Wir wollen für einen Wow-Effekt sorgen“

Ebenfalls im Jahr 2015 veröffentlicht die Internationale Seilbahn-Rundschau ein Interview mit Stephan Salzmann vom Planungsbüro Salzmann Ingenieure, das das Seilbahn-Großprojekt am Jenner betreut: Deutscher Markt im Visier. Der Artikel bietet nicht nur als einziger ein Bild der geplanten Maßnahmen, sondern auch sonst viele nützliche Hintergrundinformationen, die sich sonst nirgendwo finden.

Am 9. Juli 2016 vermeldet der Berchtesgadener Anzeiger, dass Hannes Rasp als Vorstandsvorsitzender abgelöst wird durch den Österreicher Michael Emberger: Neuer Vorstand bei Berchtesgadener Bergbahn AG

Der ORF-Salzburg informiert am 3. Januar 2017 ausführlich über die Feierlichkeiten zur symbolischen Übergabe eines Schecks von 10,5 Millionen Euro durch die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: Jennerbahn: Projekt mit Salzburger Beteiligung

Einen Tag später, am 4. Januar 2017 präsentiert das Wochenblatt eine gut gelaunte Wirtschaftsministerin, wie sie dem Vorstand der Berchtesgadener Bergbahnen, Michael Emberger, einen Scheck aus München überreicht: 10,5 Millionen Euro: Warmer Geldsegen aus München für Jennerbahn-Neubau. Schönaus Erster Bürgermeister Hannes Rasp und Michaela Kaniber, Mitglied des Landtags für die CSU und Abgeordnete des Berchtesgadener Lands, freuen sich mit Emberger um die Wette.

Auf der sogenannten Informationsplattform Seilbahn.net sind fünf Tage später, am 9. Januar 2017, Auszüge aus den Reden von Aigner, Rasp und Johannes Gruber, dem Vertreter des erkrankten Landrats Georg Grabner, abgedruckt: Der Richtige Schritt in die Zukunft „Neuerrichtung Jennerbahn“. Nebenbei erfahren wird, dass auch die Regierungspräsidentin von Oberbayern, Brigitta Brunner, beim Stelldichein der Mächtigen zugegen war. Zu den Mächtigen gesellten sich die Reichen: die drei österreichischen Hauptaktionäre und Aufsichtsräte der BBAG Peter Hettegger, Martin Harlander und Georg Hinterleitner.

Die Münchener Abendzeitung berichtet am 5. März 2017 über das Aus für die Jennerbahn – Nach über 60 Jahren verlässt die letzte Kabine die Station. Der Artikel zeigt ein hübsches Foto der alten Gondeln.

Der Berchtesgadener Anzeiger informiert seine Leser am 28. März 2017 über den „schönsten Tag“ nicht des Lebens, aber immerhin der dreijährigen Amtszeit von Bürgermeister und Vorstandsvorsitzenden Hannes Rasp: Jennerbahn-Projekt startet mit 12 Spatenstichen. Die Zeitung zeigt ein Foto der völlig demolierten Talstation.

Am 5. Juli 2017 berichtet der Berchtesgadener Anzeiger über Gute Zahlen im letzten Jahr der alten Jennerbahn. In derselben Ausgabe erwartet der Vorstandsvorsitzender Michael Emberger eine Verdopplung des Umsatzes nach dem Neubau: Bis zu 8 Millionen Euro Umsatz erwartet.

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