Winterwanderung zum Lusen

Einleitung

Meine Frau und ich standen in Rom auf einer Terrasse oberhalb des Forum Romanum. Plötzlich rauschte eine junge Amerikanerin mit Freund heran, warf einen kurzen Blick auf die Ruinen und kreischte laut auf: „It’s A-MA-ZING! That’s why I came to Rome!“

Wenn ich auf dem Lusengipfel stehe, könnte ich dasselbe ausrufen: „It’s A-MA-ZING!“ That’s why I came to the national park Bavarian Forest!“ Der junge Bergfichten-Urwald ist einzigartig in Deutschland. Nirgendwo sonst gibt es etwas, das auch nur entfernt damit vergleichbar wäre. Dafür komme ich 700 km aus dem Ruhrgebiet angefahren.

 

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Anfahrt und Wanderweg

Der Winterwanderweg zum Lusen zählt zu den schönsten Wegen im NLP Bayerischer Wald. Der Weg ist geräumt, sodass er bequem auch ohne Schneeschuhe gegangen werden kann. Viele Einheimische ziehen ihren Schlitten hinauf zum Gipfel und rodeln dann mit großem Hallo den ganzen Weg zurück. Ab dem Parkplatz „Waldhäuser Ausblick“ oberhalb von Waldhäuser ist die Fahrstraße gesperrt. Wer dort am Wochenende einen Parkplatz ergattern möchte, sollte früh kommen. Denn bis Mittag ist die gesamte rechte Straßenseite bis hinunter nach Waldhäuser zugeparkt.

Der eigentliche Winterwanderweg beginnt an der Igelbus-Haltestelle „Waldhausreibe„. Bis dort hinauf fahren die Igelbusse aber nur im Sommer; im Winter endet die Fahrt mit dem Winter-Igelbus schon an der Kirche in Waldhäuser.

 

Oben auf dem Gipfel habe ich einige Abenteurer gesehen, die auch im Winter den weiter nördlich gelegenen Sommerwanderweg zum Lusen gehen und der am Ende so steil ist, dass er auch den Namen „Himmelsleiter“ trägt. Mit leichten Wanderschuhen ist das lebensgefährlich. Die Abenteurer hatten Steigeisen unter ihren Bergstiefeln.

Die Nationalparkverwaltung hat das Faltblatt „Rund um den Lusen“ veröffentlicht, auf dem Parkplätze, Igelbus-Haltestellen und die Wanderwege am Lusen eingezeichnet sind.

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