Riesenkahlschlag am Lackenberg

Nahaufnahmen eines maschinengerechten Holzackers

Die folgenden Fotos zeigen Nahaufnahmen der Rückegassen: 5 m breiten Todeszonen, in denen jeder Springschwanz und jede Hornmilbe entweder zerquetscht wurde oder erstickt ist1. Zeugnis von der Bodenverdichtung legen die Binsen ab, die überall auf den Kahlschlägen ins Kraut schießen:

 

Die abgeernteten Holzäcker sehen zum Gotterbarmen aus: Jedem Quadratmeter ist hier der Stempel der Nationalparkverwaltung aufgeprägt2:

 

Hätten hier nicht jahrelang „bis zu 30 Waldarbeiter der Nationalparkverwaltung“ und „bis zu 30 Waldarbeiter von Forstunternehmern und Maschinenringen“ mit „bis zu 7 Harvestern und bis zu 4 Seilkrananlagen“ und „2 Großhäckslern“ sich bemüht, „sämtliche Käferhölzer zeitnah aufzuarbeiten und abzutransportieren“3, sähe es hier so aus wie östlich des Lackenbergs auf der tschechischen Seite:

 

Das verhindert die Nationalparkverwaltung durch „ein Großaufgebot an Personal und Maschinen“.4 Statt sich für diesen „ökologischen Schwachsinn“ (Horst Stern) zu schämen, scheint sie stolz darauf zu sein.

 

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  1. Wie viel Leben ist im Waldboden []
  2. nach einer Formulierung von Günter Plochmann []
  3. Jahresbericht 2009, S. 8 f. []
  4. ebd. []