Riesenkahlschlag am Lackenberg

Der Nationalpark als Holzfabrik

Zyniker nennen den Nationalpark einen der produktivsten Forstbetriebe Bayerns. Den Holzeinschlag im Falkenstein-Rachel-Gebiet zeigt die folgenden Tabelle:

 

JahrBorkenkäferWindwürfeSumme
1995  50.491
1996  36.588
1997*  30.269
199824.702 28.093
199913.326 33.177
200011.709 35.952
20018.035 12.967
20021.355 13.296
20037.908 32.121
200424.877 29.104
200516.910 18.448
200611.149 25.766
20075.729115.000122.406
200847.583 63.369
2009113.533 118.228
2010140.326 141.035
201177.18182.000160.573
201218.154 27.022
201321.189  

* Erweiterung des Nationalparks: 1.8.1997

Zahlen 2002 -2013: Jahresbericht 2011, und Jahresbericht 2013, S. 4 f.; Zahlen Borkenkäfer 1998-2001: Jahresbericht 2002, S. 8, Zahlen Windwürfe: Waldentwicklung, S. 13 ff.

Hubert Demmelbauer, der Vorsitzende der Bürgerbewegung zum Schutz des Bayerischen Waldes, hat einen Moment der Klarheit, als er seinem ehemaligen Studienkollegen und Duzfreund Sinner vorwirft:

„Wenn du damals Umweltminister Werner Schnappauf gesagt hättest, dass nach dem Kyrill-Windwurf dreimal so viel Holz geschlagen wird pro Jahr wie vorher im Bereich des gesamten Forstamtes Zwiesel bei regulärer Bewirtschaftung, dann hätte der gesagt: Du spinnst!“ 1

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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  1. Beim Nationalpark hört die Freundschaft auf, Grafenauer Anzeiger vom 2.10.2010 []