Riesenkahlschlag am Hirschgespreng

„Hinterhältig und schlau treibt der Borkenkäfer die Menschen vor sich her. Er lässt sie für sich arbeiten. Sie vollenden sein Werk.“
Magazin quer im November 2009

 

Satellitenbilder vom schrittweisen Kahlhieb des Hirschgesprengs

Dank Google-Earth gibt es vier Satellitenbilder vom Hirschgespreng aus vergangenen Jahren. So lässt sich der schrittweise Kahlhieb nachvollziehen:

Silvester 2006

Silvester 2008

Silvester 2010

22. Mai 2014

Die Kahlschläge waren völlig sinnlos. Der Hochlagenwald wurde nicht erhalten.

 

Satellitenbild von den Rückegassen

Das Satellitenbild vom 16. August 2013, das das bayerische Geoportal bietet, ist so hochauflösend, dass sogar einzelne Baumstämme und die Rückegassen sichtbar sind. Sie haben im östlichen Teil des Hirschgesprengs nur einen Abstand von 20 m.

 

Ein ha wird folglich von 5 Rückegassen durchzogen. Rechnet man mit einer Breite von 5 m pro Rückegasse, wurden durch die Befahrung mit den 20-30 Tonnen schweren Forstmaschinen 25 % des Waldboden für die nächsten Jahrhunderte zerstört. Rechnet man realistischerweise links und rechts der Rückegassen 1 m hinzu, die durch das Ruckeln und Schütteln der Maschinen ebenfalls irreversibel verdichtet werden, erhöht sich der Anteil zerstörten Waldbodens auf 35 %. Anders gesagt: Auf einem Drittel der Fläche wird nie wieder ein Wald wachsen1.

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  1. siehe Schädigung des Bodenlebens []