Riesenkahlschlag am Hirschgespreng

 

„Falls er sich ausbreitet, wird der Borkenkäfer konsequent bekämpft; d. h., es wird radikal abgeholzt.“
Magazin quer im November 2009

Schnappauf und Sinner als Kritiker der Kahlschläge

Man muss die Argumente von Schnappauf und Sinner nur etwas umformulieren und der Minister und sein Nationalparkchef werden selbst zu den entschiedensten Kritikern der Kahlschläge:

  1. Die Kahlschläge erfolgen „in den Kerngebieten des Auerhuhnvorkommens“ und „in hochwertigen Natura-2000 Lebensräumen“.
  2. Die „unter hohem Technikeinsatz durchgeführte Räumung“ der Borkenkäferbefallsflächen führt „zu einer massiven Schädigung der Böden und weitgehenden Vernichtung der bereits vorhandenen jungen Bäumchen“.
  3. Die Vollbaumernte führt zu Flächen ohne jedes Totholz. Nichts schützt mehr „vor Schneedruck, Bodenabtrag“ und nichts hält „das Wild fern“. Junge Fichten werden nicht „vor Verbiss geschützt“.
  4. Der Mangel an „Totholz beeinflusst die natürliche Verjüngung in Waldbeständen“ negativ: Kein „am Boden liegender Baumstamm“ verrottet mehr. Die „im Holz gespeicherten Nährstoffe“ werden „mit fortschreitender Zersetzung“ nicht mehr “ langsam zurückgegeben“.
  5. Da auf Kahlschlägen sämtliches Totholz geräumt wurde, ist  „Lebensgrundlage und Refugium tausender Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Flechten und dadurch ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald“ entfernt worden. Die Verjüngung der Fichte wird erheblich behindert. Denn „neben der Verjüngung auf Rohböden verjüngt sich die Fichte auch gerade auf dem liegenden toten Holz (sog. Rannenverjüngung).“
  6. Kahlschläge verstoßen gegen das „Interesse der Substanzerhaltung des Waldes“.
  7. Eine Bekämpfung des Borkenkäfers „ist nicht nur sinnlos, sondern schädlich“.
  8. „Die Verbindung zum alten Wald“ wird durch die Kahlschläge „unterbrochen“. Indem die vom Borkenkäfer befallenen „Veteranen“ gefällt werden, fehlt „Schutz und Hilfe für den jungen Wald“.

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