Großkahlschlag am Neubruck


„Wir Menschen versuchen seit Jahrtausenden, die Natur in ein Korsett zu zwingen, das uns am günstigsten erscheint.“
Jörg Müller1

 

Einleitung

Die Nationalparkverwaltung ist bemüht, verharmlosende Worte zu finden:

„Die starken Eingriffe zur Borkenkäferbekämpfung im Randbereich des Nationalparks […] führen regelmäßig zu Verunsicherung und Erstaunen bei den Besuchern.“2

Und doch bricht sich hier die Wahrheit Bahn: Die Verwaltung gibt selbst zu, dass die Eingriffe stark sind und dass diese die Besucher regelmäßig verunsichern.

„Um den Besuchern an besonders markanten Stellen die Zonierung des Nationalparks […] zu erläutern, wurde eine Informationstafel […] entworfen und bereits an drei Punkten aufgestellt (Falkenstein, Neubruck und Steinbach).“3

An der „besonders markanten Stelle“ Neubruck wurden 2006 und 2007 insgesamt rund 50 ha Fichtenwälder nach Schneebruch geräumt. Nur die silbergrauen Baumstümpfe, die zwischen dem hohen Gras hervorlugen, erinnern acht Jahre später noch daran, dass hier einmal ein Fichtenwald stand. Die Waldabteilung Neubruck liegt im sogenannten Randbereich des Nationalparks, wo der Borkenkäfer zum Schutz angrenzender Privatwälder mit unerbittlicher Härte bekämpft wird.

Desinformationsschild am Neubruck

 

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Hinweis: Die Fotos des Großkahlschlags auf den folgenden Seiten haben nur eine Auflösung von 900 x 600 Pixel. In einer viel höherer Auflösung finden Sie alle Fotos im Anhang. Die Bilder dort messen 2.160 x 1.440 Pixel. Dafür beträgt ihre Dateigröße auch jeweils rund 2 MB.

 

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  1. Jörg Müller, Wilder Wald – was bedeutet das für seine Bewohner?, in: Unser Wilder Wald, Nr. 21, 2007, S. 10 []
  2. Jahresbericht 2008, S. 33, Hervorhebungen von mir []
  3. ebd., Hervorhebungen von mir []