Ultraviolence

Als ich im Herbst 2014 im Nationalpark Bayerischer Wald Urlaub machte, habe ich im Auto gerne den Song „Ultraviolence“ von Lana Del Rey gehört. Ich finde, der Refrain passt gut zu den Riesenkahlschlägen1 im Park:

This is ultraviolence
ultraviolence
ultraviolence
ultraviolence

Borkenkäferkriegsgebiet am Hirschgespreng

 

Ich analysiere und dokumentiere die folgenden fünf Kahlschläge:

In einem weiteren Artikel stelle ich mit zahlreichen Fotos 62 Arten vor, die auf Borkenkäferflächen leben, die nicht geräumt werden: Artenvielfalt auf belassenen Borkenkäferflächen.

Ich habe mich auch ausführlich mit der politischen Vorgeschichte der Riesenkahlschläge auseinandergesetzt. Die rechtliche Grundlage für den Krieg gegen den Borkenkäfer wurde in der unsäglichen Debatte des Bayerischen Landtags am 10. Juli 1997 gelegt. Ich analysiere ausführlich die Rolle von drei Hauptverantwortlichen:

  1. Eberhard Sinner, Staatsminister a. D. und Bruder der Nationalparkleiters Karl Friedrich Sinner,
  2. Gudrun Peters (SPD), Mitglied im Umweltausschuss und
  3. Theresa Lödermann (Bündnis 90/Die Grünen). Sie ist Mitglied im Umweltausschuss.

Zur Geschichte des Umweltskandals gehört auch die Anti-Nationalparkbewegung. Ihre Geisteshaltung habe ich hier einer ausführlichen Kritik unterzogen: Da Woid is‘ unser Hoamatland – Zur Kritik am Heimatgefühl des Waldlers.

 

  1. Ein Riesenkahlschlag ist ein Kahlschlag größer als 50 ha. Siehe Waldbau und Forst []